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Türkgücü München: Spielersuche läuft über Connections - Etat mindestens bei 300.000 Euro

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Von: Moritz Bletzinger

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Werden wohl wieder Regionalliga-Fußball zu sehen bekommen: Die Fans von Türkgücü München.
Werden wohl wieder Regionalliga-Fußball zu sehen bekommen: Die Fans von Türkgücü München. © IMAGO/Kirchner/Marco Steinbrenner

Türkgücü München bereitet sich auf den Start in die Regionalliga vor. Die Spieler dafür holt der Klub über alte Kontakte an Bord. Ein stattlicher Etat steckt wohl dahinter.

München - Die seit Monaten herrschende Unklarheit an der Heinrich-Wieland-Straße könnte bald ein Ende haben. Türkgücü München hat sich Ende April neu aufgestellt. Die KGaA ist zwar pleite und handlungsunfähig, doch im e.V. deutet alles darauf hin, dass der Start in die Regionalliga gelingen kann.

Ehrenamtliche schuften für die Regionalliga: Türkgücü wird wieder zum Amateurverein

Die Insolvenz hat den Profi-Fußball bei Türkgücü beendet und eine neue Zeitrechnung eingeläutet: Jetzt ist der Klub wieder ein Amateurverein und kämpft mit den Problemchen, die jeder Verein kennt. Aufgaben müssen neu verteilt und von mehreren Schultern getragen werden. Türkgücü formiert sich nun wieder aus Ehrenamtlichen, für die die Vereinsarbeit nicht zu viel werden darf.

Der harte Kern ist noch da, heißt es aus Vereinskreisen, nur diejenigen, die mit dem Erfolg aufgesprungen seien, hätten sich verabschiedet. Ein personifiziertes Beispiel ist Taskin Akkay. Der Münchner Unternehmer wurde zum neuen Vorstandsvorsitzenden gewählt. Türkgücü begleitet er schon seit über 20 Jahren und war bereits Vorstand von Vorgängerverein Türkgücü-Ataspor.

Viel Hoffnung für Regionalliga-Plan: Stadion in Fürstenfeldbruck soll pflichtspieltauglich werden

Türkgücü durchlebt einen neuerlichen Wandel. Ehrenamtliche halten das Geschäft und den Traum vom hochklassigen Fußball am Leben. Aus der Öffentlichkeit will sich der neue Vorstand dem Vernehmen nach aber erst einmal etwas heraushalten. Zumindest solange, bis die wichtigen Dinge geklärt sind.

Ende des Monats wird der Bayerische Fußballverband mitteilen, welche Auflagen Türkgücü für den Regionalligastart noch erfüllen muss. Speziell im Stadion in Fürstenfeldbruck muss noch ein bisschen nachgerüstet werden: Es fehlen: Gästekäfig, Medienplätze und weitere Kleinigkeiten. Aber die Pläne dafür, das hatte SCF-Boss Jakob Ettner versichert, liegen bereits in der Schublade.

Türkgücü München braucht Spieler für die Regionalliga: Suche über ehemalige - Stattlicher Etat aufgetrieben

Für die kommende Spielzeit fehlt aber noch das Wichtigste: Spieler und Trainer. In der Trainerfrage deutet alles darauf hin, dass Türkgücü-Urgestein Alper Kayabunar die Mannschaft übernehmen wird. Aber welche? Ein Probetraining oder ähnliches hat Türkgücü bislang nicht ausgeschrieben. Die Spielersuche läuft über Connections, heißt es aus dem Vereinsumfeld. Aus vergangenen Zeiten besteht noch Kontakt zu zahlreichen guten Kickern. Sie sollen nun vom neuen Projekt Amateurfußball bei Türkgücü überzeugt werden. Spieler werden persönlich angesprochen und wohl mit ansprechenden Bezügen gelockt.

Dafür braucht es Geld. In Medien kursierte nun ein Etat von 300.000 Euro, die Türkgücü München für den Regionalliga-Start aufgetrieben haben soll. Das stimmt so aber nicht ganz. Im Verein wurde diese Summe als Minimum diskutiert, um eine konkurrenzfähige Mannschaft aufzustellen. Sie war aber nur ein Planspiel. In Realität hat Türkgücü München, so heißt es, sogar noch mehr zusammenbekommen. Über Spenden, Mitgliedsbeiträge und Sponsoring habe der Verein einen ansehnlichen Etat, mit dem er für die kommende Spielzeit plant. Zumindest das Sponsoring hängt aber in großen Teilen natürlich daran, ob der Regionalliga-Start tatsächlich über die Bühne geht. Im Laufe der Woche will Türkgücü eine öffentliche Mitteilung über den Stand der Dinge geben. (moe)

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