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Mindestens 175.000 Euro: Türkgücü München drohen hohe Kosten im Olympiastadion

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Von: Vinzent Fischer

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Nach langem Hin und Her steht fest: Türkgücü München spielt in der kommenden Saison in der Regionalliga Bayern.
Nach langem Hin und Her steht fest: Türkgücü München spielt in der kommenden Saison in der Regionalliga Bayern. © IMAGO / Fotostand

Der Bayerische Fußball-Verband hat allen 20 Klubs die Zulassung für die kommende Regionalliga-Saison erteilt - darunter auch Türkgücü München.

Update vom 5. Juli, 15.27 Uhr: Nach der Regionalliga-Zulassung für Türkgücü München hat sich inzwischen auch die Betreibergesellschaft des Olympiastadions, die Olympiapark München GmbH, zu Wort gemeldet. Aufgrund der Ligazugehörigkeit werde es nicht zu einer geringeren Pacht für das Stadion kommen. „Die Konditionen sind marktkonform“, teilte ein Sprecher auf Anfrage von Fussball Vorort mit.

Türkgücü München: Brisante Vorgeschichte mit dem Olympiastadion - Betreibergesellschaft baut Vertragsklausel ein

„Die Stadion hat seine Größe und seine Kosten“, so der Sprecher weiter. Die Realisierung der Vereinbarung mit Türkgücü habe in der vergangenen Woche stattgefunden, bestätigt er und fügt an: „Wir hatten klare Forderungen.“ Das Verhältnis zwischen der Betreibergesellschaft und Türkgücü München hat nämlich eine brisante Vergangenheit.

„Es sind gewisse Sicherheiten in den Vertrag eingebaut.“

Olympiapark München GmbH

Bereits zu Drittliga-Zeiten spielten die Perlacher im Olympiastadion, doch im März musste das Fußballunternehmen Insolvenz anmelden. Alle ausbleibenden Heimspiele wurden abgesagt - Einnahmen, die der Betreiber-Gesellschaft fehlten. „Es sind gewisse Sicherheiten in den Vertrag eingebaut“, erklärt der Sprecher daher. So soll sichergestellt werden, dass das Geld auch garantiert fließt. Bis zu zehn Heimspiele werden laut Vertrag von Mitte Oktober bis April im Olympiastadion stattfinden.

Türkgücü München: Allein die Pacht für das Olympiastadion kostet mindestens 175.000 Euro

Nach Informationen des Münchner Merkur und von Fussball Vorort/FuPa Oberbayern lagen die Aufwendungen für das Olympiastadion in der 3. Liga bei 25.000 Euro pro Spiel. Da das Grünwalder Stadion nur für 12 Heimspiele belegt werden kann, müssen mindestens sieben Partien im Olympiastadion stattfinden. Ausgehend von diesem Wert liegen die Kosten allein für die Spiele im Olympiastadion bei mindestens 175.000 Euro.

Auf den Absteiger kommen in der neuen Saison also hohe Aufwendungen zu. Einmal mehr ist der Verein auf zahlungsfreudige Sponsoren angewiesen, um seinen Spielbetrieb sichern zu können. Allerdings scheint es anders als beim aufgelösten Fußball-Unternehmen wohl mehr Sicherheiten zu geben. Ansonsten hätte sich die Olympiapark München GmbH wohl kaum auf den Deal eingelassen.

Erstmeldung vom 5. Juli, 14.30 Uhr: München - Mit Spannung war die Meldung erwartet worden, jetzt steht fest: Alle 20 sportlich qualifizierten Klubs erhalten die Zulassung für die kommende Regionalliga-Saison. Das gab der Bayerische Fußball-Verband (BFV) in einer Pressemitteilung bekannt. „Die Prüfung durch die Kommission unter Vorsitz von Schatzmeister Jürgen Faltenbacher hat zu positiven Ergebnissen geführt“, heißt es darin.

Türkgücü München erhält Regionalliga-Zulassung nur unter Bedingungen - Stadion-Suche findet spät ihr Ende

Zuvor hatten einige Vereine die Zulassung lediglich unter bestimmten Bedingungen erhalten, darunter auch Türkgücü München. Die Perlacher haben für lediglich zwölf ihrer 19 Heimspiele die Zusage für das Grünwalder Stadion erhalten. Für alle übrigen Partien war demnach eine Ausweichstätte nötig. Nach langem Hin und Her inklusive Absagen aus Fürstenfeldbruck und Lohhof kam es am Dienstag zu einer überraschenden Wendung. Türkgücü München spielt auch in der kommenden Saison im Münchner Olympiastadion.

BFV verschiebt Einreichungs-Frist - Liga-Auftakt am 14.7. beim TSV Buchbach

Für die Vereine um Türkgücü München herrscht nach der offiziellen Mitteilung durch den BFV nun endlich Klarheit. Zuvor war die Frist für die Einreichung aller nötigen Unterlagen bereits nach hinten verschoben worden. Bis Dienstag um 12 Uhr mussten die Vereine die Dokumente vorweisen. Weitere Informationen gibt der Verband nicht heraus. „Hinsichtlich der Details des Zulassungsverfahrens und der jetzt erteilten Teilnahmeberechtigungen liegt die Kommunikationshoheit bei den Vereinen“, so die Stellungnahme weiter.

Die neue Saison start mit der Partie zwischen dem TSV Buchbach und der SpVgg Unterhaching am Donnerstag, den 14. Juli, um 19 Uhr in der SMR-Arena. Türkgücü ist am darauffolgenden Samstag zu Gast beim SV Heimstetten. Brisante Vorgeschichte: Die „Hoaschdenger“ waren einer der ersten Vereine, die den Perlachern in der Stadionfrage absagten. Letzter Saisonspieltag ist gemäß Rahmenterminkalender am Samstag, 27. Mai 2023. (vfi)

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