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Türkgücü: Chaos-Sommer jetzt ein Trumpf? - „Hat die Mannschaft zusammengeschweißt“

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Von: Moritz Bletzinger

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Alper Kayabunar ist froh, dass der Spielbetrieb endlich losgeht.
Alper Kayabunar ist froh, dass der Spielbetrieb endlich losgeht. © Imago/Fotostand / Jovic

Zwischen Stadion-Chaos und Spielersuche hat Alper Kayabunar sein Team auf die Regionalliga vorbereitet. Jetzt kommt der Auftakt gegen Heimstetten. Endlich.

München - Es waren anstrengende Monate, bestätigt Alper Kayabunar. Der Chefcoach von Türkgücü München hat vor dem Regionalligastart nicht nur sechs Wochen Vorbereitung hinter sich. Schon davor musste er wilde Wochen durchstehen, dann ein Team aus dem Nichts stampfen. Und während der Trainingszeit die Nebenschauplätze wegmoderieren.

Türkgücü München: Regionalliga-Auftakt beim SV Heimstetten - „Wir wollen in der Liga bleiben“

Am Samstag (14 Uhr) geht es für Türkgücü beim SV Heimstetten in die neue Regionalliga-Saison. Nervös ist Kayabunar nicht: „Im Gegenteil! Wir haben auf den Start hingearbeitet mit einer schwierigen Situation im Hintergrund.“ Der Sommer war offenbar Aufregung genug.

Zum Auftakt erhofft sich der Coach natürlich ein Erfolgserlebnis, das tut schließlich immer gut. Trotzdem bleiben die Ziele an der Heinrich-Wieland-Straße bescheiden: „Wir wollen ganz klar in der Liga bleiben“, sagt Kayabunar, „nicht mehr und nicht weniger.“ Türkgücü bereitet sich mental auf den Abstiegskampf vor. Präsident Taskin macht das ebenfalls deutlich.

Türkgücü-Team komplett neu: „Hätten vielleicht noch eine oder zwei Wochen gebraucht“

Kayabunar geht zuversichtlich ins erste Saisonspiel, merkt aber an: „Wir hätten vielleicht noch eine oder zwei Wochen gebraucht. Manche Spieler, wie Sascha Hingerl, sind erst spät zu uns gestoßen. Aber die Mannschaft wird sich finden.“

Klappt das bei Türkgücü schneller als bei einem anderen Verein? „Ganz großen Respekt an die Mannschaft!“, sagt Kayabunar, „sie hat immer zusammengehalten. Das hat uns vielleicht schon jetzt zusammengeschweißt. Schon vor Saisonstart haben wir eine schwierige Situation gemeinsam durchgestanden.“

Türkgücü: Stadion-Wirbel belastete die Vorbereitung - „Spieler haben immer nachgefragt“

Der Dauer-Wirbel um das Stadion in Fürstenfeldbruck erreichte natürlich auch das Team. Und letztlich ist der ganze Plan um das Klosterstadion auch geplatzt. Der Trainer musste immer moderieren: „Die Spieler haben immer nachgefragt. Aber ich wusste vom Olympiastadion und daher auch, dass es klappt. Das konnte ich den Spielern allerdings so nicht sagen. Ich habe versucht, das Vertrauen weiterzugeben. Und die Spieler haben super mitgezogen und immer an den Verein geglaubt.“

„Wir sind froh, dass das Thema durch ist“, schließt Alper Kayabunar mit dem heiklen Sommer ab. Jetzt geht es um die Rückkehr in die Regionalliga und um seine Rückkehr in den Cheftrainer-Posten. Die Umstellung ist für ihn aber nicht groß: „Es ist ein cooles Gefühl. Im Endeffekt bin ich allerdings daheim und war in der A-Jugend und früher auch Cheftrainer. Außerdem kenne ich einige Führungsspieler noch von damals. Es fühlt sich wirklich gut an.“ (moe)

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