Enttäuschende Kulisse bei Heimsieg gegen Borussia Dortmund II

Hyballa nach geglücktem Türkgücü-Debüt: „Jetzt müssen wir schauen, ob wir uns richtig verlieben“

Peter Hyballa herzt Torwarttrainer Michi Hofmann nach dem Sieg mit Türkgücü München gegen Borussia Dortmund II.
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Peter Hyballa herzt Torwarttrainer Michi Hofmann nach dem Sieg mit Türkgücü München gegen Borussia Dortmund II.

Peter Hyballa hat sein Debüt vor einer Mini-Kulisse im Olympiastadion mit Türkgücü München gewonnen. Geschäftsführer Kothny stellt klar, was er vom Trainer erwartet.

München – Peter Hyballa hüpfte in Sakko und Jeans über den Rasen des Olympiastadions. Schon beim Aufwärmen war dem 45-Jährigen die Vorfreude anzumerken. Jede Aktion seines Teams begleitete er emotional, die Arme ruderten durch die Luft. Und der Hyballa-Effekt wirkte! Mit 2:1 bezwang Türkgücü München* gestern die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund*.

Geschäftsführer Max Kothny hatte vor Anpfiff noch mal klargestellt, welche Hoffnung er mit dem Neustart unter Hyballa verbinde: „Ich erwarte mir Emotion, Siegeswille, Euphorie. Und Kampf auf beiden Seiten, nicht nur auf der Trainerbank.“ Auf der Tribüne sorgte die Fankurve von Türkgücü zwar für Stimmung, die Anzahl von 2200 Zuschauern – erlaubte Kapazität: 25 000 – war der Kulisse eines Olympiastadions jedoch noch nicht würdig. Kothny hofft, dass sich das Stadion mit steigendem Erfolg „Stück für Stück immer weiter“ fülle.

Türkgücü München: Alexander Sorge gelingt kurz vor der Pause die Führung gegen Borussia Dortmund II

Das Spiel begann jedenfalls schon mal vielversprechend. Bereits in der fünften Minute verpassten sowohl Albion Vrenezi als auch Sercan Sararer – freistehend vor dem Tor – die Hereingabe von Philip Türpitz. Die Münchner sorgten immer wieder mit schnellen Gegenangriffen für Torgefahr. Bei jedem Konter die spannende Frage, wer zuerst auf Höhe des Dortmunder Strafraums ankommt – Türkgücüs Spieler auf dem Feld oder Hyballa, mittlerweile ohne Sakko, an der Seitenlinie.

Nach einer Flanke von Sararer parierte BVB-Keeper Luca Unbehaun den Kopfball von Alexander Sorge erst, der Ball kullerte aber trotzdem noch über die Linie – 1:0 für Türkgücü (42.).

„Jetzt müssen wir schauen, ob wir uns richtig verlieben.“

Peter Hyballa nach seinem Debütsieg mit Türkgücü München.

Auch in der zweiten Halbzeit erarbeiteten sich die Hausherren die zwingenderen Torchancen. Und setzten in der 68. Minute noch einen drauf: Erneut bereitete Sararer mit einer Flanke vor, Türpitz drosch den Ball per Volley zum 2:0. Dortmund gelang nur noch der Anschlusstreffer zum 1:2 durch Timo Bornemann (87.).

Die erste Woche als Türkgücü-Trainer inklusive Sieg war für Hyballa wie „Speed Dating“: „Jetzt müssen wir schauen, ob wir uns richtig verlieben.“ (N. M. SCHMITZ)

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