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Nach 64 Tagen! Türkgücü München setzt Trainer Peter Hyballa vor die Tür

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Von: Nico-Marius Schmitz

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Schnurstracks wieder weg aus Bayern: Peter Hyballa ist nicht mehr Trainer von Türkgücü München.
Schnurstracks wieder weg aus Bayern: Peter Hyballa ist nicht mehr Trainer von Türkgücü München. © Imago Images / Markus Fischer

Der Nächste, bitte! Türkgücü München und Peter Hyballa gehen nach etwas mehr als zwei Monaten wieder getrennte Wege. Der Trainer schaffte nicht den erhofften Aufschwung.

München - Das war es für Peter Hyballa an der Isar. Acht Spiele durfte er als Trainer die Mannschaft von Türkgücü München anweisen, jetzt ist schon wieder Schluss. Zwei Siege und sechs Niederlagen nach seinem Amtsantritt am 20. September hat der Verein die Notbremse gezogen und wieder einmal seinen leitenden Angestellten beurlaubt. Hyballa war nach Alexander Schmidt, Andreas Pummer (zweimal Interimstrainer), Serdar Dayat und Petr Ruman bereits der fünfte Coach, der auf dem Schleudersitz des Drittligisten Platz genommen hat.

Türkgücü München entlässt Peter Hyballa: Kothny appelliert an Mannschaft und Umfeld des Vereins

„Die Resultate der vergangenen Spiele sowie das Tabellenbild, das sich zuletzt entwickelt hatte, haben uns dazu bewegt, an dieser Stelle den gemeinsamen Weg mit Peter Hyballa zu beenden. Wir danken Peter für seinen unermüdlichen Einsatz und wünschen ihm alles Gute und viel Erfolg für die Zukunft“, wird Geschäftsführer Max Kothny in der Pressemitteilung zitiert. „In den kommenden Tagen werden wir uns intensive Gedanken über die Marschroute der anstehenden Wochen und Monate machen, um so einen geeigneten Nachfolger präsentieren zu können. An dieser Stelle appelliere ich auch an die Mannschaft und das gesamte Umfeld des Vereins: Wir müssen uns gemeinsam der Brisanz der aktuellen sportlichen Situation bewusst sein und auch gemeinsam eine Reaktion zeigen, uns herauskämpfen und wieder Punkte holen.“

Nach dem Auftaktsieg gegen die 2. Mannschaft von Borussia Dortmund* gab es gleich zu Beginn für den 45-Jährigen zwei herbe Dämpfer. Zuerst ein klares 0:4 bei Spitzenreiter 1. FC Magdeburg und danach das Aus im Toto-Pokal beim TSV Aubstadt. Besonders die zweite Pleite gegen den Regionalliga-Aufsteiger wiegt schwer, denn der Klub von Präsident Hasan Kivran hatte auf eine erneute Teilnahme am DFB-Pokal* in der Saison 2022/23 gehofft.

Türkgücü München: Trainer Peter Hyballa muss nach Niederlage gegen Eintracht Braunschweig gehen

Einen Nachfolger hat Türkgücü München* am Dienstag noch nicht präsentiert. Co-Trainer Alper Kayabunar und Nicolas Masetzky übernehmen zunächst das Training an der Heinrich-Wieland-Straße. Hyballa hat sich am Vormittag nach 64 Tagen von seiner Mannschaft verabschiedet. Nach der Niederlage am Samstag gegen Eintracht Braunschweig hat der geschasste Übungsleiter das Ziel Klassenerhalt ausgegeben. Nach 16 Spielen in der laufenden Spielzeit steht Türkgücü mit 18 Punkten knapp über dem Strich. Der Vorsprung auf den SC Verl beträgt zwei Zähler, der Rückstand auf Rang drei bereits neun.

Das Ende seiner kurzen Amtszeit hat sich angedeutet. Nach dem 0:2 in Niedersachsen hatte Hyballa wohl schon insgeheim damit gerechnet, dass es für ihn eng wird. „Mir egal“, antwortete er im TV-Interview mit dem Bayerischen Rundfunk auf die Frage, ob er sich Sorgen um seinen Job machen würde. (Nico-Marius Schmitz und Jörg Bullinger) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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