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Türkgücü: Keine Trainer-Experimente mehr - Plesche will Coach mit viel Erfahrung

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Von: Nico-Marius Schmitz

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Trainersuche bei Türkgücü: Roman Plesche, sportlicher Leiter (M.), steht unter Zeitdruck.
Trainersuche bei Türkgücü: Roman Plesche, sportlicher Leiter (M.), steht unter Zeitdruck. © Markus Fischer/Imago

Die Interimszeit von Alper Kayabunar ist fast vorbei. In knapp einer Woche braucht Türkgücü einen neuen Coach. Findet Roman Plesche die richtige Lösung?

München – Bei Türkgücü wird weiter gegrübelt. Wer sorgt auf der Trainerbank endlich für Konstanz? Klar ist: Alper Kayabunar wird am Freitag gegen Kaiserslautern seinen vorerst letzten großen Auftritt haben. Nur 15 Tage darf er als Übergangslösung fungieren, nächste Woche muss dann ein neuer Cheftrainer präsentiert werden. Gespräche wurden schon geführt, den klaren Favoriten gibt es allerdings noch nicht.

Die Mission für den Neuen steht aber schon fest: den hochkarätig besetzten Kader aus der unteren Tabellenregion führen. „Natürlich waren wir überzeugt davon, dass wir mit dem Kader um die Plätze in der oberen Tabellenhälfte mitspielen“, sagt Roman Plesche im Telefonat mit unserer Zeitung. Im Hintergrund sind Jubelschreie zu hören, Türkgücü trainiert aktuell in der Sportschule Oberhaching. Die Anlage an der Heinrich-Wieland-Straße ohne Kunstrasenplatz ist im Winter für professionelles Training nicht geeignet.

Türkgücüs Roman Plesche: „Es reicht nun mal nicht, nur im Training Vollgas zu geben“

Aber die Einheiten, so Plesche, sind ohnehin nicht das Problem: „Wenn du dir Woche für Woche die Leistung im Training anschaust, verstehst du die Resultate im Spiel oft nicht. Aber es reicht nun mal nicht, nur im Training Vollgas zu geben. Am wichtigsten Tag der Woche, wenn das Spiel ansteht, musst du abliefern.“

Der Sportliche Leiter hat eine klare Vorstellung, wie das Team zu konstanten Auftritten kommen könnte. Zuletzt seien viele verschiedene Systeme mit unterschiedlichem Personal ausprobiert worden: „Uns ist aber bewusst, dass wir eine Achse brauchen, die den Takt angibt.“

Türkgücü will Trainer mit viel Erfahrung: Plesche wagt nicht noch ein Hyballa-Experiment

Künftig soll ein Trainer mit viel Erfahrung den Takt angeben, einer, der die 3. Liga gut kennt. Experimente wie mit Peter Hyballa können sich die Münchner nicht mehr erlauben. Zur Erinnerung: Der Börsengang wird weiterhin angestrebt, Gespräche mit potenziellen Investoren laufen. Ein Rumgegurke vor der Abstiegszone ist da nicht hilfreich. Plesche: „Hyballa hat seine Spielphilosophie, die man nicht mit jedem Kader durchbrechen kann. Die Frage ist: Was ist das Ideale für eine Mannschaft?“

Im FCK stellt sich heute ein Team vor, dessen Defensive als Prunkstück gilt. Verstecken will sich Türkgücü aber nicht. „Nicht nur bei Sercan hat man gemerkt, dass die Spielfreude zurückkommt“, sagt Plesche: „Mit der Elf, die am Freitag auf dem Platz steht, werden wir auch in der Lage sein, zu gewinnen.“ (nms)

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