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„Mir egal“ - Steht mit Peter Hyballa der nächste Trainer bei Türkgücü München vor dem Rauswurf?

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Trainer Peter Hyballa hat in sieben Spielen mit Türkgücü München sechs Punkte geholt.
Trainer Peter Hyballa hat in sieben Spielen mit Türkgücü München sechs Punkte geholt. © Imago Images / Markus Fischer

Türkgücü München hat in der 3. Liga die vierte Niederlage in Folge kassiert. Für Trainer Peter Hyballa könnte es nach der schwachen Leistung bereits eng werden.

München/Braunschweig - Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Sieben Spiele in der 3. Liga, zwei Siege, fünf Niederlagen und außerdem Anfang Oktober das Aus im Viertelfinale des Bayerischen Toto-Pokals bei Regionalliga-Aufsteiger TSV Aubstadt. Damit ist auch die angepeilte Teilnahme am prestigeträchtigen und finanziell lukrativen DFB-Pokal* in weite Ferne gerückt. Möglich ist die Qualifikation nur noch über die Liga, wenn die Mannschaft am Ende der Saison einen der ersten vier Plätze belegen sollte.

Türkgücü München: Muss Trainer Peter Hyballa nach zwei Monaten seine Koffer wieder packen?

Nach der 0:2-Niederlage am Samstag in Braunschweig ziemlich unwahrscheinlich. Sieben Punkte beträgt der Rückstand auf den Viertplatzierten Kaiserslautern. Stattdessen wird die Luft für Trainer Peter Hyballa dünn. Ob der 45-Jährige am Montag in einer Woche im Heimspiel gegen den FSV Zwickau noch auf der Bank sitzt, wird die Vereinsführung um Präsident Hasan Kivran entscheiden müssen.

Auf den Tag genau zwei Monate ist Hyballa bei den Münchnern im Amt. Seit dem Aufstieg aus der Regionalliga Bayern im Sommer 2020 ist er nach Alexander Schmidt, Andreas Pummer (wegen fehlender Fußballlehrer-Lizenz zweimal als Interimscoach im Einsatz), Serdar Dayat und Petr Ruman bereits der fünfte Übungsleiter, der beim ambitionierten Klub sein Glück an der Seitenlinie versucht. Es ist kein Geheimnis, dass der Verein so schnell wie möglich in die 2. Bundesliga* möchte. Nach 16 Spielen in der laufenden Saison steht Türkgücü München* allerdings im Tabellenkeller und hat nur zwei Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.

„Das Ziel ist der Klassenerhalt.“

Peter Hyballa nach der Niederlage bei Eintracht Braunschweig.

Am Samstagnachmittag kassierte Hyballa mit seiner Mannschaft beim Tabellendritten Eintracht Braunschweig die vierte Pleite in Folge. Und das Team blieb wie vor der Länderspielpause wieder vieles schuldig. „Das Ziel ist der Klassenerhalt“ sagte der ZDF-Experte der vergangenen Europameisterschaft im Interview mit dem BR nach der Partie bei den Niedersachsen . Auf die Frage, ob er sich Sorgen um seinen Job machte, sagte Hyballa vielsagend: „Keine Ahnung, weiß ich nicht. Mir egal.“

Noch nicht einmal zehn Monate ist es her, dass sich Türkgücü vom jetzigen Dynamo-Dresden-Coach Alexander Schmidt getrennt hat. Der hatte zwar in 23 Spielen 33 Punkte mit der Mannschaft eingesammelt, nach drei Unentschieden und zwei Niederlagen riss bei Geschäftsführer Max Kothny und Kivran aber der Geduldsfaden und er wurde entlassen. Damals war der Anspruch, bis zum Schluss im Kampf um den Aufstieg mitzumischen. Hyballa hat jetzt den Kampf um den Klassenerhalt ausgerufen. Mit Blick auf die Tabelle sicherlich keine Fehleinschätzung. Ob das aber die Macher im Klub genauso sehen? Die kommenden Tage werden es zeigen... (Jörg Bullinger)  *tz ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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