1. tz
  2. Sport
  3. Türkgücü München

Türkgücü liefert Lustlos-Auftritt: Kothny platzt der Kragen - Spieler angezählt

Erstellt:

Von: Jacob Alschner

Kommentare

Immer einen Schritt zu spät: Türkgücü gegen Köln. f: imago
Immer einen Schritt zu spät: Türkgücü gegen Köln. f: imago © Markus Fischer via www.imago-images.de

Türkgücü München verliert uninspiriert gegen Viktoria Köln. Geschäftsführer Max Kothny ist schon zur Halbzeit stocksauer. 

München – In Max Kothny brodelte es. Als der Geschäftsführer von Türkgücü München zum Halbzeitinterview bei Magentasport antrat, konnte er nicht anders, als seinem Ärger Luft zu verschaffen. „Ich habe jetzt viele Wochen lang nichts gesagt“, so der 25-Jährige. Aber er sei „leider Gottes sehr enttäuscht“. Zu Recht, muss man sagen.

Die Münchner hatten in der Partie gegen Viktoria Köln vor knapp 1.000 Zuschauern im fast leeren Olympiastadion äußerst schwach begonnen. Schon nach 20 Minuten lag man mit 0:2 zurück, obwohl die Tore durch Patrick Sontheimer (15. Minute) und Seokju Hong (19.) mehr als vermeidbar gewesen waren.

Als Schiedsrichter Eckermann beide Teams nach 45 Minuten in die Kabinen bat, konnte das den Hausherren nur Recht gewesen sein. Weder Zug nach vorne, noch Leidenschaft in den Zweikämpfen waren bis dato zu sehen gewesen. Und so lag Kothny goldrichtig mit seiner Einschätzung, der Mannschaft von Trainer Peter Hyballa (45) fehle es an „Biss und Drive“. Insgesamt, so Kothny, hätte sich in den Köpfen der Spieler scheinbar das Bild der „Wohlfühloase Türkgücü München“ eingebrannt.

Wer es mit Türkgücü hielt und erwartet hatte, die Mannschaft würde nach dem Seitenwechsel ein anderes Gesicht zeigen, wurde allerdings abermals enttäuscht. Im Gegenteil: Die Viktoria erarbeitete sich weiter Chancen und hätte gut und gerne auf 4:0 erhöhen können.

Dass Boubacar Barry (25) mit seinem ersten Treffer für Türkgücü in der 81. Minute auf 1:2 verkürzte, weckte kurz Hoffnungen, doch das kam am Ende zu spät.

Und so war die fünfte Niederlage im siebten Pflichtspiel unter Hyballa besiegelt. Kapitän Alexander Sorge (28) fand nach dem Spiel deutliche Worte: Türkgücüs Auftritt habe, zumindest in der ersten Hälfte, „mit Männerfußball nichts zu tun gehabt.“ (Jacob Alschner)

Auch interessant

Kommentare