Die nächste Trainerrochade

Türkgücü München: Dayat kuriert in der Türkei seinen Rücken, Pummer übernimmt wieder

Serdar Dayat und Andi Pummer
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Nur für 72 Tage waren sie ein Team: Serdar Dayat (l.) und Co-Trainer Andi Pummer, der jetzt wieder als Chef einspringt.

Nur 72 Tage war Serdar Dayat Cheftrainer bei Türkgücü - jetzt geht er in die Türkei, um seinen Rücken zu kurieren. Andreas Pummer übernimmt, mal wieder.

Die Spieler lassen die Saison austrudeln (zuletzt 1:4 in Halle), doch langweilig wird es bei Türkgücü auch in so einer Phase nicht. Die nächste Kapriole: Trainer Serdar Dayat, 51, hat sich nach 72 weitgehend erfolglosen Tagen in den Krankenstand begeben; in der Türkei will er nach Darstellung des Vereins einem offenbar drohenden Bandscheibenvorfall vorbeugen. Das Kurieren des Schlendrians beim Aufsteiger übernimmt derweil ein alter Bekannter: Allzweckwaffe Andreas Pummer, 38, war ja schon in Halle als Chef eingesprungen – nun wurde der loyale Assistenzcoach auch offiziell damit betraut, in den letzten drei Saisonspielen die Ehre des ambitionierten Aufsteigers zu retten.

 „Die 15-Tage-Regelung gilt immer ab der Trennung von einem Trainer – egal wie oft in einer Saison.

Türkgücü-Geschäftsführer Max Kothny

Möglich macht’s ein Passus in den DFB-Statuten, den Türkgücü-Geschäftsführer Max Kohtny so interpretiert: „Die 15-Tage-Regelung gilt immer ab der Trennung von einem Trainer – egal wie oft in einer Saison.“ Bereits nach der Trennung von Alexander Schmidt (jetzt in Dresden) am 9. Februar war der lizenzlose Pummer als Interimslösung eingesprungen. Vor seinem unverhofften Chef-Comeback gegen Verl sagte er nun: „Es geht nicht um mich, sondern um die Mannschaft.“ Dass diese zuletzt ein Einstellungsproblem hatte, liegt für die ehrliche Haut Pummer auf der Hand. „Das ist genau der Punkt, dass wir das wieder in die Köpfe reinkriegen“, sagte er. Sein Ansatz: Er will den lustlosen Profis klarmachen, dass sie im „Schaufenster“ 3. Liga den eigenen Marktwert beeinflussen. Unabhängig davon, ob sie nächste Saison noch eine Rolle bei den Münchnern spielen.

Dayat spielt definitiv keine Rolle mehr bei Türkgücü. Es klang auch nicht so, als hätte man ihm große Steine in den Weg gelegt. Zwei Worte hat man vermisst bei der Zoom-Konferenz am Donnerstag: Gute Besserung!

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