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Teamquarantäne: Spiel in Halle abgesagt - und was wird aus dem Derby?

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Von: Uli Kellner

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Türkgücü-Boss Max Kothny im feinen Anzug.
Ausgebremst: Türkgücü-Boss Max Kothny bedauert die Spielabsage. © Imago

Mit neuem Elan und Ösi-Coach Heraf will Türkgücü in der 3. Liga Boden gutmachen. Omikron hat etwas dagegen: Re-Start in Halle: abgesagt. Auch das Derby wackelt.

Corona, mal wieder. Eine erste Vorahnung hatte Türkgücü bereits am Donnerstagabend – Gewissheit gab es dann am Freitag, kurz bevor es unter normalen Umständen auf die Autobahn gegangen wäre: Absage des Jahresauftaktspiels beim Halleschen FC – weil sich bei den Münchnern seit Mitte der Woche die COVID-Fälle gehäuft hatten. Und dass es mit der Isolation einzelner Teammitglieder nicht getan ist, hat einen Grund, der mit O beginnt. O wie Omikron. Einer aus dem positiv getesteten Quartett (zweimal Spieler, zweimal Staff) wurde auf die hochansteckende Virusvariante PCR-getestet.

Grundlage für die Absage sei Paragraf 15 der DFB-Spielordnung, teilte der Tabellen-16. der 3. Liga in einer Presse-Rundmail mit. „Türkgücü stehen aufgrund mehrerer Corona-Fälle und den daraus entstandenen Quarantänesituationen aktuell weniger als 16 einsatzberechtigte Spieler zur Verfügung, womit die im Paragrafen verankerte Mindestgrenze unterschritten ist.“ Weniger als 16 Spieler? Zur Erklärung: Anders als bei früheren Mutanten gibt es das bei Omikron nicht, dass nur die unmittelbar betroffenen Spieler isoliert werden. Daher: Teamquarantäne.

Türkgücü stehen aufgrund mehrerer Corona-Fälle und den daraus entstandenen Quarantänesituationen aktuell weniger als 16 einsatzberechtigte Spieler zur Verfügung, womit die im Paragrafen verankerte Mindestgrenze unterschritten ist.

Pressemitteilung zur Teamquarantäne bei Türkgücü.

Nachvollziehbar, dass die Absage des Auftaktspiels von den Perlachern bedauert wird. Speziell beim neuen Trainer Andreas Heraf war die Vorfreude groß („Wichtig ist, dass es losgeht“) – schließlich war nicht nur Rivale 1860, sondern auch Türkgücü mit frischer Motivation aus Belek zurückgekehrt. „Die gute Stimmung aus dem Trainingslager hätten wir natürlich gerne direkt mitgenommen und auf dem Platz gegen den Halleschen FC in Punkte umgewandelt“, sagte Geschäftsführer Max Kothny, der allerdings Verständnis für die Absage zeigte: „Die Gesundheit steht immer im Vordergrund. Daher geht es jetzt in erster Linie darum, dass alle unversehrt aus der Sache herauskommen.“

Ein Termin für das Nachholspiel steht noch nicht fest, das Derby gegen 1860 acht Tage später ist Stand Freitag nicht gefährdet.

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