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"0,041 – das Eishockey-Wunder von Innsbruck": TV-Doku zu Olympia 1976

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Das deutsche Eishockeyteam holte bei Olympia 1976 Bronze - die BR-Doku ""0,041 – das Eishockey-Wunder von Innsbruck" erinnert an diesen Erfolg.

München - Die TV-Doku "0,041 – das Eishockey-Wunder von Innsbruck" im BR erinnert an das deutsche Olympia-Bronze von 1976. Alle Infos zum Film finden Sie hier:

40 Jahre ist es mittlerweile her, dass die deutschen Eishockeyspieler einen solch bedeutenden Erfolg verbuchen konnten. Bei den Olympischen Winterspielen 1976 in Innsbruck erkämpften sich die deutschen Cracks im Eishockey die Bronzemedaille. An diesem Sonntag vor 40 Jahren passierte dieses Wunder. Dass es als solches bezeichnet wird, dazu führten die knappen Umstände, weshalb die Deutschen den dritten Platz erreichten. Der Bayerische Rundfunk hat darüber eine TV-Dokumentation gedreht, die am Samstag um 17 Uhr im Bayerischen Fernsehen zu sehen ist.

TV-Film "0,041 – das Eishockey-Wunder von Innsbruck": Was 1976 bei Olympia passierte

Der BR-Film am Samstag erinnert an die dramatischen Szenen vor 40 Jahren: Am 14. Februar 1976 verließen die deutschen Spieler erst geschlagen das Feld. Punktgleich landeten sie mit den USA und Finnland auf dem dritten Platz. Die US-Amerikaner hatten eindeutig das schlechtere Torverhältnis und waren raus. Doch im direkten Vergleich hatte Finnland (9:8 Tore) gegen Deutschland (7:6 Tore) gewonnen. Der Fall schien klar - Platz vier für die Deutschen.

Sie waren schon niedergeschlagen in die Kabine zurückgekehrt. Da gratulierte ihnen wer zu Bronze. Wie konnte das sein? Ganz einfach: Zur damaligen Zeit gab es im Eishockey eine Regel, die heute nicht mehr existiert. Statt wie heute die Tordifferenz zählte 1976 noch der Torquotient. Die Arithmetik war kaum einem geläufig. Torquotient? 

Nie gehört. „Das hat gar keiner schreiben können“, versichert Erich Kühnhackl, der zum damaligen Bronzeteam gehörte. Dieser sogenannte Torquotient kam bei punktgleichen Mannschaften zum tragen und wurde folgendermaßen berechnet: geschossene Tore geteilt durch eingefangene Tore. Finnland kam dabei im direkten Vergleich mit Deutschland auf einen Quotient von 1,125, Deutschland dagegen auf 1,167.

Um 0,041 Punkte lag das deutsche Team damit vor den Finnen und ergatterte sich die Bronzemedaille. „10, 15 Minuten nach dem Spiel kam Sportdirektor Roman Neumayer in unsere Kabine und sagte, es hat doch gereicht“, erzählt der damalige Spieler Lorenz Funk. „Du wirst immer wieder darauf angesprochen. Es war eine absolute Sensation.“ Ein Erfolg, der bisher von der Deutschen Eishockey Nationalmannschaft nicht wiederholt werden konnte. Bei keinem internationalen Turnier erhielten die Deutschen seither in dieser Sportart eine Medaille.

TV-Film "0,041 – das Eishockey-Wunder von Innsbruck": Doku am Samstag im Bayerischen Fernsehen 

Genau 40 Jahre nach dem Großereignis im deutschen Eishockey erinnert der Bayerische Rundfunk mit einer einstündigen TV-Dokumentation an den haarscharfen Sieg der Deutschen. Am Donnerstag feierte der Film seine Premiere im Münchner Kino am Sendlinger Tor. Um 17 Uhr wird die Dokumentation dann am Samstag, 13. Februar, im Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt.

In der TV-Dokumentation sprechen einige der Spieler von damals darüber, wie sie heute über diese Sensation im deutschen Eishockey denken. "Ein Wunder? Wunder würde ich schon bejahen", sagt beispielsweise Erich Kühnhackl in einem kurzen Trailer zum Film. Zu den Dreharbeiten haben sich die verbliebenen Teammitglieder noch einmal in Innsbruck getroffen: Erich Kühnhackl, Alois Schloder, Franz Reindl und Lorenz Funk. 

TV-Film "0,041 – das Eishockey-Wunder von Innsbruck": Ehemalige Spieler kommen in BR-Doku zusammen

Die in die Jahre gekommenen Mannsbilder nehmen in der TV-Dokumentation des Bayerischen Fernsehens noch einmal Aufstellung vor der Leinwand. Olympia hatte zu dieser Zeit noch einen anderen Charakter. Alles war kleiner, übersichtlicher. Die Eröffnungsfeier wirkt in der Rückschau in der Dokumentation fast schon putzig. Zu den Hauptattraktionen im Bergisel-Stadion von Innsbruck zählte damals eine Showeinlage mit Helikoptersprung sowie der Auftritt einer Trachtenkapelle.

Die Deutschen hatte für eine Eishockey-Medaille bei Olympia niemand auf dem Schirm. „Als Deppen haben sie uns in einigen Zeitungen tituliert“, erinnert sich Funk an die kurze wie enttäuschende Vorbereitung und zeigt beinahe Verständnis für die markigen Zeilen. „Keiner hat damals einen Pfifferling auf uns gewettet.“

„Es war Totenstimmung“, sagt der heutige DEB-Präsident Franz Reindl. Auch er weiß um die Kritik, die das damalige Team vor der Olympia einstecken musste. „Es ging unter die Gürtellinie“, erzählt Reindl. Doch die Deutschen zeigten, dass sie besser sind, als das, was über sie erzählt wird - und schrieben Eishockey-Geschichte.

TV-Film "0,041 – das Eishockey-Wunder von Innsbruck" im Live-Stream in der BR-Mediathek

Wer am Samstag nicht zuhause ist, muss trotzdem nicht auf die TV-Doku "0,041 – das Eishockey-Wunder von Innsbruck" verzichten. Denn der BR bietet einen Live-Stream des Bayerischen Fernsehens. Dieser kann bequem über einen PC, einen Laptop, ein Tablet oder ein Smartphone abgerufen werden.

Tablet- oder Smartphone-User können die TV-Doku "0,041 – das Eishockey-Wunder von Innsbruck" über die kostenfreie App der BR-Mediathek-App verfolgen. Diese wird zum Download im iTunes Store (für Apple Geräte) oder im Google Play Store (für Android-Geräte) angeboten.

Hinweis: Bei der Nutzung eines Live-Streams sollten Sie immer auf eine stabile WLAN-Verbindung achten. Andernfalls kann das Datenvolumen ihres Mobilfunkvertrags schnell aufgebraucht sein. Wer dann noch schnell im Netz surfen will, muss ein Datenkontingent hinzukaufen.

Nina Probst (mit Material von dpa und sid)

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