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Beck Vierte in Hochfilzen - Männer enttäuschen

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Podestplatz knapp verpasst: Martina Beck fährt in Hochfilzen auf Platz vier.

Hochfilzen - Martina Beck hat den ersten Podestplatz der deutschen Biathletinnen in dieser Saison nur knapp verpasst - die DSV-Männer suchen im Olympia-Winter dagegen weiter nach ihrer Form.

Zwei Monate vor Beginn der Winterspiele in Vancouver überzeugten die deutschen Skijägerinnen beim zweiten Weltcup im österreichischen Hochfilzen am Samstag in der Verfolgung über zehn Kilometer erneut mit vier Top-Ten-Platzierungen.

Die 30-Jährige Beck (Mittenwald) hatte als Vierte im Ziel lediglich 4,2 Sekunden Rückstand auf die Russin Olga Saizewa auf Platz drei. “Natürlich wäre es schön gewesen, wenn wir endlich auf dem Stockerl gelandet wären. Doch auch so können wir mit dem Teamergebnis sehr zufrieden sein“, sagte Frauen- Bundestrainer Uwe Müssiggang.

Den Sieg sicherte sich vor mehr als 13 000 Zuschauern die Schwedin Helena Jonsson vor der Russin Swetlana Slepzowa. Für die Gesamtweltcupsiegerin der vergangenen Saison war es bereits der zweite Erfolg in diesem Jahr.

Bei den Männern siegte der Norweger Emil Hegle Svendsen vor dem Österreicher Simon Eder und Ausnahmesportler Ole Einar Björndalen (Norwegen). Die Deutschen spielten wie schon am Vortag im Sprint keine Rolle.

Bei den Frauen durfte sich bis zum letzten Schießen auch Simone Hauswald (Gosheim) Hoffnungen auf ihren vierten Weltcupsieg der Karriere machen. Doch nachdem die 30-Jährige zunächst dreimal fehlerfrei geblieben war, patzte sie beim letzten Stehend-Anschlag gleich dreimal und wurde am Ende Siebte. “Ich war zum Schluss am Schießstand total kaputt. Schade, dass es nicht geklappt hat“, sagte Hauswald.

Freude herrschte dagegen bei Andrea Henkel (Großbreitenbach), die als Sechste ins Ziel kam und damit als fünfte DSV-Athletin die Olympia-Norm schaffte. Tina Bachmann (Schmiedeberg) wurde Zehnte, Kati Wilhelm (Zella-Mehlis) belegte mit vier Schießfehlern Platz 17, Magdalena Neuner (Wallgau) wurde 28, Juliane Döll (Oberhof) kam auf Rang 32.

In der Staffel vertraut Müssiggang am Sonntag (11.00 Uhr/ARD und Eurosport) dem siegreichen Quartett von Östersund: Wilhelm, Hauswald, Henkel und Beck wollen den zweiten Sieg einfahren.

Für einen Erfolg nicht infrage kommen nach den bisherigen Leistungen in Hochfilzen die deutschen Männer. Nach dem schwachen Abschneiden im Sprint am Samstag hatten die Athleten von Bundestrainer Frank Ullrich über die 12,5 Kilometer mit dem Ausgang des Rennens erwartungsgemäß nichts zu tun.

Der dreifache Olympiasieger Michael Greis (Nesselwang) kam nach fünf Schießfehlern als bester Deutscher lediglich auf Rang 26, gefolgt von Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld/27.) und Andreas Birnbacher (Schleching/28.). Michael Rösch (Altenberg) wurde 38. und blieb damit sogar noch hinter Youngster Simon Schempp (Uhingen), der sich nach nur einem Schießfehler noch vom 57. auf den 33. Platz verbesserte. “Simon hat heute als einziger die Erwartungen erfüllt“, sagte Ullrich enttäuscht.

Dennoch wollte der Bundestrainer nicht den Stab über sein Team brechen. “Wir sind sicherlich nicht so schlecht, wie es das heutige Ergebnis aussagt.“

Lars Reinefeld

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