Beim Weltcup

Morddrohung gegen Tina Maze: Verdächtiger gefasst

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Tina Maze in in Garmisch-Partenkirchen

Garmisch-Partenkirchen - Ski-Star Tina Maze hat beim Weltcup-Rennen in Garmisch-Partenkirchen eine Morddrohung erhalten. Jetzt wurde ein Verdächtiger gefasst.

Eine per E-Mail während des Weltcups in Garmisch-Partenkirchen eingegangene Bedrohung gegen Tina Maze hatte Anfang März für Aufsehen gesorgt. Die Sportlerin war durch einen Unbekannten mit dem Tode bedroht worden. Obwohl der Sendeweg der E-Mail verschleiert war, ist es der Kriminalpolizei nach eigenen Angaben gelungen, einen Tatverdächtigen zu ermitteln.

Die E-Mail mit der gegen die Skirennläuferin gerichteten Todesdrohung war am 2. März beim Organisationskomitee des Alpinen Ski-Weltcups eingegangen. Unmittelbar darauf war die Polizeiinspektion Garmisch-Partenkirchen von den Verantwortlichen informiert worden. Der Kriminaldauerdienst der Kripo Weilheim leitete die ersten Ermittlungen ein. Speziell geschulte Beamte sichteten die Drohung und versuchten auf Grund des Inhaltes die Ernsthaftigkeit zu beurteilen. Nach der Begutachtung war die Wahrscheinlichkeit einer akuten und ernsthaften Gefahr für die Sportlerin als eher gering eingeschätzt worden. Trotzdem wurden seitens der Polizei und des Organisationskomitees Schutzmaßnahmen ergriffen.

Die weiteren Ermittlungen führte die Kriminalpolizeistation Garmisch-Partenkirchen in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft München II. Die Beamten versuchten den Absender der E-Mail zu ermitteln, der unter einem Pseudonym und offenbar mit falscher E-Mail-Adresse die Drohung gesendet hatte. Den Ermittlern gelang es trotz der Verschleierung einen 35-jährigen Tatverdächtigen in Baden-Württemberg ausfindig zu machen. In Kooperation mit den Kriminalpolizeien Ludwigsburg und Stuttgart wurden beim Amtsgericht München durch die Staatsanwaltschaft beantragte Durchsuchungsbeschlüsse am Wohnort des Beschuldigten in Gerlingen vollzogen. Einen von den Fahndern sichergestellten Computer werteten Beamte der Kripo Weilheim, die über besondere Kenntnisse im Bereich Informationstechnologie und Datenverarbeitung verfügen, genauestens aus und fanden dabei auch entsprechende, den 35-Jährigen belastende Beweise.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand haben sich keine Erkenntnisse ergeben, dass der Mann seine Drohung in die Tat umsetzen wollte. Gegen ihn ist ein Verfahren wegen Bedrohung eingeleitet worden.

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