Biathletinnen begeistert von Oberhofer Skihalle

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Die deutschen Biathletinnen Andrea Henkel, Martina Beck,Magdalena Neuner, Simone Hauswald und Kati Wilhelmim neuen, 10.000 Quadratmeter großen Skitunnel in Oberhof.

Oberhof - Die Olympia-Kernmannschaft der deutschen Biathletinnen hat am Mittwoch in der neuen Oberhofer Skisporthalle die ersten 30 Trainingskilometer in der Olympia-Vorbereitung auf Schnee abgespult.

"Das war ein richtig tolles Gefühl auf dem schnellen Schnee. Die Halle ist sehr groß. Man hat überhaupt nicht den Eindruck, in einem Tunnel zu laufen", sagte die fünfmalige Weltmeisterin Magdalena Neuner (Wallgau).

Dreifach-Olympiasiegerin Kati Wilhelm (Zella-Mehlis) stufte die ohne Mehrwertsteuer 14,4 Millionen Euro teure Anlage sogar in eine "andere Liga" ein. "Das ist eine Halle mit abwechslungsreichen und anspruchsvollen Loipen, kein Skitunnel, wie die bisher bekannten Anlagen", lobte die Doppelweltmeisterin dieses Jahres. "Bei mir war's in den Tunnels ja nicht so, aber die Langen mussten da an manchen Stellen schon den Kopf einziehen", scherzte die nur 1,58 Meter messende sechsmalige Weltmeisterin Andrea Henkel (Großbreitenbach).

Neben dem Trio waren auch Martina Beck (Mittenwald) und die vorher wegen des möglichen Erkältungsrisikos skeptische Simone Hauswald (Gosheim) zwei Stunden bei Minus vier Grad Celsius und fast 30 Grad Außentemperatur in der neuen Oberhofer Sportstätte. "Was fehlt, ist nur eine Softeisbude und gute Musik in der Halle", bemerkte Hauswald. Von diesem Donnerstag an wollen die DSV-Skijägerinnen ihre eigene Musik zur Beschallung mitbringen, um nicht mehr mit "Stöpseln im Ohr" laufen zu müssen.

Kati Wilhelm beim Training.

Die Asse um Bundestrainer Uwe Müssiggang sind die ersten Leistungssportler, die den Betreibern in der Testphase ein sportfachliches Feedback liefern. Zur offiziellen Eröffnung am 24. August haben sich Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble und Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus angekündigt. Bis dahin sollen die Anlagen auf Herz und Nieren geprüft werden. Dabei geht es auch darum, dass die Betreiber Erfahrungen sammeln bei der Qualität und Haltbarkeit des produzierten Kunstschnees sowie mit der Luftfeuchtigkeit und dem Raumklima in der 10 000 Quadratmeter überdachte Fläche umfassenden Halle. Außerdem müssen Funktionsräume wie Umkleidekabinen, Skiausleihstation und Gastronomie noch ausgebaut werden.

Vom 24. bis 30. August soll es eine sogenannte Themenwoche mit einem Tag der offenen Tür geben, bei der sich Interessierte mit der neuesten Oberhofer Attraktion vertraut machen können. Ab 31. August wird die Halle - zeitlich je zur Hälfte - für den Leistungssport und den Tourismus zur Verfügung stehen.

dpa

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