1. tz
  2. Sport
  3. Wintersport

Neue Biathlon-Regeln für kommende Saison: System wird angepasst - WM-Resultate zählen nicht mehr

Erstellt:

Von: Andreas Knobloch

Kommentare

Biathlon Regeln IBU Weltcup Punkte Geld
Biathlon: Sven Fischer und Ole Einer Bjoerndalen waren einst im Weltcup mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen bis zum Ende am Kämpfen. © IMAGO / Camera 4

Beim Biathlon gibt es für den Winter 2022/2023 neue Regeln. Das Punktesystem, die WM-Resultate und die Preisgelder sind vor allem betroffen.

Ruhpolding - Die neue Biathlon-Saison startet erst Ende November in Kontiolahti, Finnland. Die deutschen Loipenheldinnen- und helden sind schon eifrig am Trainieren. Eine Damengruppe reiste im Juli zum Beispiel nach Lillehammer, um sich da optimal vorzubereiten. Die Männer um Benedikt Doll und um Philipp Nawrath waren während einer Trainingseinheit auf dem slowenischen Berg Triglav unterwegs. Für Wintersportler wird der Grundstein in den heißen Monaten gelegt.

Biathlon: Neue Regeln für die Saison 2022/2023

Alle Athletinnen und Athleten müssen sich ab dem kommenden Weltcup-Winter auf einige neue Regeln einstellen, wie Merkur.de berichtet. Nach einem Beschluss des Weltverbandes fließen die Ergebnisse bei Weltmeisterschaften künftig nicht mehr in die Weltcup-Gesamtwertung ein. Das verkündete die IBU nach der Sitzung ihres Exekutivkomitees in Salzburg Mitte Juni. Die WM ist wohl der Höhepunkt der Saison. Sie findet im deutschen Oberhof vom 8. bis 19. Februar 2023 statt.

Darüber hinaus wird es ab der anstehenden Saison im Weltcup keine Streichresultate mehr geben. Damit werden im Kampf um die große Kristallkugel alle Rennen berücksichtigt. Um Athleten, die Wettbewerbe krankheitsbedingt verpassen, nicht zu benachteiligen, wird das Punktesystem für die Gesamtwertung und in den Disziplin-Weltcups angepasst. Ursprünglich wurden die drei schlechtesten Ergebnisse eines jeden Starters gestrichen. Problematisch war das, weil bei den Disziplinen ab vier Rennen jeweils ein Streichergebnis dabei war, was dazu führte, dass konstante Athleten erreichte Punkte wieder herschenken mussten. 2010/2011 wurden die Streichungen abgeschafft, von 2011/12 bis 21/22 nur die beiden schlechtesten gestrichen.

Von dieser Regelung profitierte einst Ole Einar Bjoerndalen im Gesamtweltcup, der sich so vor Sven Fischer schob, weil diesem wertvolle Punkte abgezogen wurden. Aber auch Andrea Henkel war so am Ende ebenfalls an der Spitze, vor Kati Wilhelm.

Biathlon-Regeln: Änderungen bei den Preisgeldern und neuer Generalsekretär

Auch bei den Preisgeldern im Weltcup und im zweitklassigen IBU-Cup gibt es Änderungen. Bis 2024 wird die Zahl der prämierten Athleten erhöht. In einem zweiten Schritt sollen die Spitzen-Biathleten bis 2026 höhere Preisgelder bekommen.

Des Weiteren gibt es bei der IBU personelle Veränderungen: Generalsekretär Niklas Carlsson tritt von seinem Amt zurück, bleibt der IBU aber noch bis Ende September erhalten. Ein Nachfolger wurde noch nicht ernannt. Der frühere deutsche Biathlet Daniel Böhm übernimmt den Posten des Sport- und Veranstaltungsdirektors. (ank mit SID)

Auch interessant

Kommentare