Weltmeisterin im Interview

Biathlon: Der Weg zu Olympia führt für Lisa Hauser über Ruhpolding

Lisa Theresa Hauser war eine der stärksten Biathletinnen des vergangenen Winters.
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Lisa Theresa Hauser war eine der stärksten Biathletinnen des vergangenen Winters.

Die 27-jährige Tirolerin Lisa-Theresa Hauser sorgte bei der WM in Pokljuka für die Sensation. Sie gewann einmal Gold und zweimal Silber und war damit die erste Weltmeisterin im Biathlon in Österreich.

Von Siegi Huber

Ruhpolding - Zu einem viertägigen Trainingslager sind die österreichischen Biathletinnen mit ihrem Trainer Markus Fischer in Ruhpolding unterwegs gewesen.

„Es ist für uns eine erste Standortbestimmung“, so der Ruhpoldinger der seit zwei Jahren Cheftrainer der ÖSV-Damen ist. Auf dem Programm stand Grundlagen-Training mit Einheiten auf der Rollerbahn in der Chiemgau Arena sowie Laufbahntests und Tempoläufe auf der Tartanbahn im Waldstadion.

Biathlon: Keine Planänderungen trotz Olympia

„Natürlich steht jetzt Olympia im kommenden Jahr in Peking schon ein wenig auf dem Plan. Wir wollen dafür den richtigen Weg finden, am Konzept werden wir aber nichts ändern“, betont Fischer.

Aushängeschild seines Teams ist Lisa Hauser, sie gewann bei der Weltmeisterschaft zuletzt in Pokljuka Gold im Massenstart und dazu Silber in der Verfolgung und im Mixed. Dazu holte sie die Gesamtwertung im Weltcup im Einzel und gewann zwei Weltcuprennen. „Wir wollen ohne Druck in die Saison gehen, wollen aber schon versuchen, dass Lisa ihre Erfolge bestätigen kann“, so die Prognose ihres Trainers.

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Franziska Preuß, Geb.: 11.03.1994, Skiclub: SC Haag
Franziska Preuß, Geb.: 11.03.1994, Skiclub: SC Haag © picture alliance/dpa | Sven Hoppe
Denise Herrmann, Geb.: 20.12.1988, Skiclub: WSC Erzgebirge Oberwiesenthal
Denise Herrmann, Geb.: 20.12.1988, Skiclub: WSC Erzgebirge Oberwiesenthal © picture alliance/dpa | Sven Hoppe
Vanessa Hinz, Geb.: 24.03.1992, Skiclub: SC Schliersee
Vanessa Hinz, Geb.: 24.03.1992, Skiclub: SC Schliersee © picture alliance/dpa | Sven Hoppe
Maren Hammerschmidt, Geb.: 24.10.1989, Skiclub: SK Winterberg.
Maren Hammerschmidt, Geb.: 24.10.1989, Skiclub: SK Winterberg. © picture alliance/dpa | Martin Schutt
Marion Deigentesch
08767274-28d7-4a0a-a8d0-2f46a6af11ea.jpg © DSV
Karolin Horchler, Geb.: 09.05.1989, Skiclub: WSV Clausthal-Zellerfeld
Karolin Horchler, Geb.: 09.05.1989, Skiclub: WSV Clausthal-Zellerfeld © picture alliance/dpa | Sven Hoppe
Janina Hettich, Geb.: 16.06.1996, Skiclub: Ski Club Schönwald e.V.
Janina Hettich, Geb.: 16.06.1996, Skiclub: Ski Club Schönwald e.V. © picture alliance/dpa | Martin Schutt
Vanessa Voigt, Geb.: 07.10.1997, Skiclub: SV Rotterode
Vanessa Voigt, Geb.: 07.10.1997, Skiclub: SV Rotterode © Deutscher Skiverband

Im Rahmen der Trainingsmaßnahmen konnte unser freier Mitarbeiter Siegi Huber mit Lisa Hauser ein ausführliches Interview führen. Die 27-jährige vom SC Kitzbühel stand offen Rede und Antwort.

SH: Lisa, wie sind Sie hier in Ruhpolding mit den Verhältnissen zufrieden?

Lisa Theresa Hauser: Sehr, vor allem, dass langsam auch das Wetter wieder besser geworden ist. Es ist wichtig jetzt wieder Kilometer auf der Strecke zu sammeln. Ich hoffe, dass beim Training diese Woche in Hochfilzen das Wetter noch besser wird.

Es ist ja auch eine olympische Saison und nach den Erfolgen der vergangenen Saison gibt es da sicher Begehrlichkeiten?

Hauser: Klar, es ist immer sehr spannend, wenn olympische Spiele anstehen. Nachdem der letzte Winter sehr gut verlaufen ist, sind natürlich Begehrlichkeiten da.

Wie haben sich die Erfolge in Österreich auf Sie ausgewirkt, schließlich genießen dort ja die Alpinen einen hohen Stellenwert?

Hauser: Die Aufmerksamkeit ist durch die Erfolge schon sehr groß werden und wird auch anerkannt. Die Wahrnehmung ist groß, vor allem daheim werde ich oft angesprochen und man freut sich über meine Leistungen. Ich hatte ja bereits vor der Weltmeisterschaft einige sehr gute Ergebnisse eingefahren. Es waren viele coole Rennen und im Fernsehen sind wir sehr präsent gewesen mit den Übertragungen.

Was hat sich durch die Erfolge sonst noch in Ihrem Leben geändert?

Hauser: Die Termine sind mehr geworden. Im Frühjahr war es ein richtiger Medien-Marathon, aber das gehört dazu.

Wie groß ist der Anteil an diesen großen Erfolgen von ihrem Trainer Markus Fischer?

Hauser: Der Erfolg hat viele Namen. Ich bin ja doch schon eine lange Zeit im Biathlongeschäft dabei und über die Jahre hat jeder Trainer einen gewissen Anteil. Seit Markus bei uns ist, trainieren wir wieder in einem reinen Frauenteam. Zuvor war ich auch bei Ricco Groß. Es gab damals die sogenannte Biathlonschmiede, in der zum Beispiel auch Simon Eder dabei gewesen ist. Ich habe früher auch immer mit vielen Verletzungen und Erkrankungen zu kämpfen gehabt.

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Benedikt Doll, Geb.: 24.03.1990, Skiclub: SZ Breitnau
Benedikt Doll, Geb.: 24.03.1990, Skiclub: SZ Breitnau © picture alliance/dpa | Martin Schutt
Philipp Horn, Geb.: 08.11.1994, Skiclub: SV Eintracht Frankenhain
Philipp Horn, Geb.: 08.11.1994, Skiclub: SV Eintracht Frankenhain © picture alliance/dpa | Sven Hoppe
Johannes Kühn, Geb.: 19.11.1991, Skiclub: WSV Reit im Winkl
Johannes Kühn, Geb.: 19.11.1991, Skiclub: WSV Reit im Winkl © picture alliance/dpa | Matthias Balk
Erik Lesser, Geb.: 17.05.1988, Skiclub: SV Eintracht Frankenhain
Erik Lesser, Geb.: 17.05.1988, Skiclub: SV Eintracht Frankenhain © picture alliance/dpa | Sven Hoppe
Philipp Nawrath, Geb.: 13.02.1993, Skiclub: SK Nesselwang
Philipp Nawrath, Geb.: 13.02.1993, Skiclub: SK Nesselwang © picture alliance/dpa/AP | Darko Bandic
Roman Rees, Geb.: 01.03.1993, Skiclub: Ski-Verein Schauinsland e.V.
Roman Rees, Geb.: 01.03.1993, Skiclub: Ski-Verein Schauinsland e.V. © picture alliance/dpa | Martin Schutt
Justus Strelow, Geb.: 30.12.1996, Skiclub: SG Stahl Schmiedeberg
Justus Strelow, Geb.: 30.12.1996, Skiclub: SG Stahl Schmiedeberg © Skideutschland / Deutscher Skiverband

Wie sind Sie eigentlich mit den Maßnahmen zur Corona-Pandemie zurechtgekommen?

Hauser: Eigentlich ganz gut. 2020 konnte nur der letzte Weltcup nicht mehr gelaufen werden. Beim ersten Lockdown gab es keine Wettkämpfe mehr und später hat es mit dem Training für uns Berufssportler gut geklappt.

Gibt es eigentlich eine Lieblingsstrecke im Weltcup?

Hauser: Mein Favorit ist Antholz. Da liegen mir die Strecken, die sind technisch anspruchsvoll. Natürlich komme ich auch gerne nach Ruhpolding, das liegt quasi in der Nachbarschaft. Die Bedingungen hier sind immer perfekt.

Lisa Hauser, danke für das Gespräch.

SHu.

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