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Biathlon-Star Preuß verpasst Weltcup-Rennen nach kuriosem Treppen-Sturz

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Von: Antonio José Riether

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Franziska Preuß holte bereits zehn Weltcupsiege.
Franziska Preuß holte bereits zehn Weltcupsiege. © Oryk Haist/imago-images

Kurz vor dem Sprintrennen beim Biathlon-Weltcup wurde Deutschlands Biathlon-Hoffnung Franziska Preuß ein Startverbot erteilt, der Grund war ein kurioser Sturz vor dem Wettbewerb.

Annecy/Le Grand-Bornand - Sechs DSV-Athletinnen waren für das Sprintrennen der Frauen beim Biathlon-Weltcup in Frankreich vorgesehen. Aufgrund eines kurzfristigen Ausfalls mussten die deutschen Damen jedoch zu fünft in den Wettbewerb starten, Franziska Preuß verletzte sich kurz vor dem Start. Der zuständige Mannschaftsarzt erteilte der Wintersportlerin daraufhin ein Startverbot.

Franziska Preuß: Schwache Weltcup-Auftritte der Biathletin - nun wird ihr ein Sturz zum Verhängnis

Die Gesamtweltcup-Dritte der Vorsaison hatte am vergangenen Weltcup-Wochenende in Hochfilzen noch enttäuscht, im Sprint landete die Wasserburgerin lediglich auf dem 18. Platz. Bei der Verfolgung lief es für die 27-Jährige noch schlechter, nach fünf Schießfehlern kam sie nicht über Rang 38 hinaus. Noch wartet sie auf ihren ersten Podestplatz in diesem Winter. In Frankreich wollte die Staffel-Weltmeisterin von 2015 ihren holprigen Start vergessen machen, doch aus ihrer Teilnahme wird nichts. Grund dafür ist ein folgenschwerer Ausrutscher im wahrsten Sinne.

Preuß war kurz vor dem Sprintrennen in Le Grand-Bornand auf einer Treppe ausgerutscht und knickte mit dem linken Fuß um. Anschließend teilte ihr der Teamarzt Klaus Marquardt die schwere Botschaft mit, die Oberbayerin müsse „als Vorsichtsmaßnahme“ auf den Start verzichten. Zwar zeigte eine erste Ultraschalluntersuchung des betroffenen Fußes keine schwere Verletzung, er sei jedoch „deutlich schmerzhaft“, teilte Marquardt mit. Besonders eine langlauftypische Belastung sei demnach im Schuh nicht möglich.

Franziska Preuß: Nicht der erste Treppensturz für Biathletin - Start am Sonntag noch nicht sicher

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Preuß auf diese Art eine Verletzung zuzieht. Bereits 2019 rutschte sie in Östersund ebenfalls auf einer Treppe aus und konnte in der Folge aufgrund ihrer Schmerzen am Ellenbogen tagelang nur den Stehendanschlag trainieren. Trotzdem sprintete sie beim nächsten Rennen in Oslo auf Platz zwei.

Wie sich ihr Sturz diesmal auswirkt, ist noch nicht bekannt. So verzichtete ihr Teamarzt noch auf eine Prognose für den Massenstart am Sonntag, bei dem Preuß theoretisch wieder auf die Loipe zurückkehren könnte. Für den DSV wäre die Teilnahme der erfahrenen Biathletin jedenfalls eine Bereicherung. Neben Denise Herrmann oder Vanessa Hinz ist Preuß eine der erprobteren Langläuferinnen im Kader. (ajr)

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