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„Biathlon-Familie ist in Trauer“: Athlet stirbt bei Hubschrauberabsturz

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Von: Marius Epp

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Der russische Biathlet Igor Malinowski ist bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen. Der Sport trauert um den Juniorenweltmeister.

Kamtschatka - Bei einem Hubschrauberabsturz auf der russischen Halbinsel Kamtschatka sind drei Menschen ums Leben gekommen. Darunter befindet sich der Biathlet Igor Malinowski.

Das ausgebrannte Wrack sei am Sonntag in der Nähe des Vulkans Uson gefunden worden, teilten die Behörden mit. Der Biathlon-Juniorenweltmeister Igor Malinowski habe als Pilot zwei Passagiere transportiert. Malinowskis Heimatstadt auf Kamtschatka bestätigte den Tod des Athleten.

Igor Malinowski galt als vielversprechendes Biathlon-Talent.
Igor Malinowski galt als vielversprechendes Biathlon-Talent. © Instagram/malinowskii_igor

Biathlon: Igor Malinowski ist tot - Hubschrauber stürzt auf Kamtschatka

Die Internationale Biathlon-Union (IBU) reagierte bestürzt auf den Tod des 25-Jährigen. „Die Gemeinschaft der Biathleten wird Malinowski als großen Sportler im Gedächtnis behalten“, sagte IBU-Präsident Olle Dahlin der Agentur Tass zufolge. Der Hubschrauber war am Samstag als verschollen gemeldet worden, zunächst hatten Rettungskräfte vermutet, dass der Pilot wegen des schlechten Wetters eine Pause gemacht haben könnte.

Auf Instagram postete Malinowski vor seinem Tod einige Fotos von den Flügen mit seinem Helikopter. Hubschraubertouren gehören auf der kaum erschlossenen Halbinsel am Pazifik zu den wichtigsten Touristenattraktionen. Kamtschatka ist wegen seiner Vulkane, Geysire und Thermalquellen ein Sehnsuchtsziel vieler Naturliebhaber. Immer wieder kommt es dort nicht zuletzt wegen plötzlicher Wetterumschwünge zu tödlichen Unfällen auch mit Hubschraubern.

Biathlon-Jugendweltmeister gestorben - „Gesamte Biathlon-Familie in Trauer“

Malinowski war Biathlon-Jugendwelt- und Europameister und eine der größten Hoffnungen Russlands. Aufgrund zahlreicher Verletzungen konnte er diese Erfolge aber im Weltcup nicht bestätigen. 2021 entschied er sich deshalb, seine Karriere zu beenden und Pilot zu werden.

Auch der russische Biathlonverband nahm Anteil: „Die gesamte Biathlon-Familie ist in Trauer. Die Russische Biathlon-Union spricht der Familie von Igor ihr tiefstes Beileid aus.“

Im Biathlon wird sich in der kommenden Saison einiges ändern. Das System wurde angepasst. (epp/dpa)

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