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Er wurde nur 19 Jahre alt: Biathlon-Jungstar im Ukraine-Krieg getötet

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Von: Alexander Kaindl

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Yevgeny Malyshev verlor im Ukraine-Krieg sein Leben.
Yevgeny Malyshev verlor im Ukraine-Krieg sein Leben. © Screenshot Facebook / „Biathlon der Zukunft“

Der Ukraine-Krieg hat inzwischen etliche Todesopfer gefordert. Dazu zählen auch ukrainische Sportler - sowie der erst 19-jährige Biathlet Yevgeny Malyshev.

Charkiw - Der Ukraine-Krieg* tobt weiter, es vergeht aktuell keine Stunde ohne neue Schreckensmeldung. Russland attackiert seit dem 24. Februar Großstädte wie Kiew oder Charkiw mit Raketen, Menschen fliehen, kämpfen, sterben - die Welt blickt fassungslos auf Europa.

Präsident Wladimir Putin treibt seine Truppen weiter voran, Ukrainer und Russen verlieren dabei ihr noch so junges Leben. Zwei davon gehörten den Fußballprofis Vitalii Sapylo (21) und Dmytro Martynenko (25) - ein drittes Yevgeny Malyshev. Der ehemalige Biathlet starb nur wenige Tage vor seinem 20. Geburtstag.

Krieg in der Ukraine: Junger Biathlet stirbt beim Kampf gegen Russland

Der 19-Jährige galt als große Biathlon-Hoffnung in der Ukraine. Berichten zufolge verteidigte er in den vergangenen Tagen seine Heimatstadt Charkiw - dabei wurde er bei einem russischen Angriff getötet. Malyshev wäre in einer normalen Welt aktuell in den USA, um in Soldier Hollow an den Biathlon-Juniorenweltmeisterschaften teilzunehmen und Medaillen zu jagen. Diese normale Welt gehört inzwischen längst der Vergangenheit an.

Yevgeny Malyshev stirbt im Ukraine-Krieg: 19-Jähriger galt als großes Biathlon-Talent

Der Nachwuchs-Athlet hatte sich Medienberichten zufolge schon vor längerer Zeit dazu entschieden, sein Biathlon-Gewehr gegen schwerere Geschütze zu tauschen. Diese Entscheidung bezahlte er nun mit seinem noch so jungen Leben. „Helden sterben nicht“, steht unter einem Schwarz-Weiß-Bild von Malyshev, das derzeit in den sozialen Netzwerken geteilt wird. Die User sind fassungslos. „Gott, was für junge Kerle. Keine Worte, nur Schmerz und Schock“, schreibt eine Frau aus Kiew. Ein Mann aus Finnland kommentiert: „Im Sport für dein Land anzutreten, ist eine Ehre. Für dein Land und deine Lieben zu sterben - das ist Heldentum.“

Die Internationale Biathlon Union (IBU) drückte „sein tief empfundenes Beileid“ zu Malyshevs Tod aus. Die IBU „verurteilt erneut die russischen Angriffe auf die Ukraine und die Unterstützung durch Belarus“. Athleten und Teams aus Russland und Belarus wurden inzwischen von sämtlichen Biathlon-Wettbewerben ausgeschlossen, wie die Union weiter mitteilte. Am Wochenende wird der Weltcup im finnischen Kontiolahti fortgesetzt.

Mit Dmytro Pidrutschnji kämpft aktuell ein weiterer ukrainischer Biathlet für sein Land. Der Verfolgungs-Weltmeister von 2019 startete vor wenigen Wochen noch bei den Olympischen Spielen. (akl) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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