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Deutsche „träumte noch von der Heim-WM“: Zweifache Weltmeisterin wird Mama und hört auf

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Von: Andreas Knobloch

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Franziska Hildebrand kann lachen: Die 35-jährige Biathletin wird Mama und beendet ihre Karriere. © Harald Deubert via www.imago-images.de

Franziska Hildebrand muss im September 2022 schon die WM 2023 in Oberhof absagen. Die Biathletin verkündet dazu ihr Karriereende, sie ist schwanger.

Oberhof - Kurz vor den Sommer-Biathlon-Weltmeisterschaften in Ruhpolding sagte der deutsche Biathlet Benedikt Doll seine Teilnahme ab. Glücklicherweise war Doll weder verletzt noch krank, sondern hatte erfreuliche Nachrichten zu verkünden. Er war erst kürzlich Papa geworden und konnte so nicht teilnehmen, obwohl er das unbedingt wollte. Franziska Hildebrand hatte sich auch fest vorgenommen, bei der Heim-WM in Oberhof 2023 anzutreten, doch auch die Wintersportlerin kann nicht, sie ist schwanger.

„Ich hatte einen Traum, ich hatte eine Zielstellung und hatte einen Plan auf dem Weg nach Oberhof ... und dann kam das Leben dazwischen“, schreibt die frühere Biathlon-Weltmeisterin. Ihre Nachricht untermalt sie allerdings mit einem fröhlichen Foto. Die Heim-WM fällt also für die Biathletin aus. „Jetzt freue ich mich auf die neuen Abenteuer, die mir ab kommendem Jahr als Mutter bevorstehen.“ Sie kehrt dem Profisport komplett den Rücken, die 35-Jährige wird Vollzeit-Mutter, berichtet auch Merkur.de.

Biathlon-Weltmeisterin Franziska Hildebrand wird Mutter: „Das Leben kam dazwischen“

Anfang 2023 werde es soweit sein. Sie sei „glücklich, dass das der Grund ist, warum meine Zeit im Leistungssport endet“, erklärte sie in einer Verbandsmitteilung. „Ich durfte schöne und spannende Jahre im Biathlonsport erleben, bin dankbar für all die Erfahrungen und Erlebnisse über so viele Jahre“, sagte sie.

Biathlon-Sportdirektor Bitterling, Vanessa Hinz und Michael Rösch gratulieren

Franziska Hildebrand war über 15 Jahre fester Bestandteil der deutschen Biathlon-Nationalmannschaft. Bei den Weltmeisterschaften in Kontiolahti 2015 und Hochfilzen 2017 wurde sie jeweils Weltmeisterin mit der Staffel. Zweimal war sie als Fünfte beste deutsche Skijägerin im Gesamtweltcup. Am Ende der vergangenen Saison beendete auch Maren Hammerschmidt ihre Karriere.

„Zuerst einmal freuen wir uns für Franzi - der Grund für ihr Karriereende ist doch der beste, den es gibt“, erklärte Felix Bitterling als Sportdirektor Biathlon und bezeichnete Hildebrand als „Vorbild für viele junge Athleten“. Sie habe bewiesen, „was man mit stetiger und zielstrebiger Arbeit alles erreichen kann“.

Auch ehemalige Kolleginnen und Kollegen haben der angehenden Mutter gratuliert. Beispielsweise Vanessa Hinz ließ in ihrer Instagram-Story verlauten: „Alles Gute für deine Zukunft und deine neue Herausforderung.“ Michael Rösch, mittlerweile als Eurosport-Experte tätig, ließ auch seine Glückwünsche da. (ank mit dpa-Material)

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