Bob: Kiriasis gewinnt WM-Bronze

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Sandra Kiriasis (Archivfoto)

St. Moritz - Rekordweltmeisterin Sandra Kiriasis (Winterberg) hat zum Auftakt der Bob-WM Bronze gewonnen. Kaillie Humphries holte den Titel.

Nach ihrer Bronze-Fahrt gönnte sich Sandra Kiriasis einen großen Schluck aus der Sektflasche. Zwar hatte die Rekordweltmeisterin mit Anschieberin Franziska Bertels bei der Bob-WM in St. Moritz keine Chance auf Gold und nur um Haaresbreite Silber verpasst, dennoch war ihr zum Feiern zumute. „Scheiß“ drauf! Hauptsache eine Medaille„, sagte eine gut gelaunte Kiriasis: `Silber hatte ich schon so oft, Bronze dagegen noch nie.“ Kiriasis wird übrigens wahrscheinlich in das Dschungelcamp 2019 einziehen

Im vierten und letzten Lauf wurde die 38-Jährige von der US-Amerikanerin Elana Meyers noch um 0,02 Sekunden auf den dritten Rang verdrängt. Überlegene Weltmeisterin wurde auf der traditionsreichen Natureisbahn die Kanadierin Kaillie Humphries, die ihren Titel aus dem Vorjahr mit einem Vorsprung von 0,68 Sekunden erfolgreich verteidigte.

Am Sonntag winkt dem deutschen Bobteam aber Gold. Shootingstar Francesco Friedrich und Anschieber Jannis Bäcker fuhren im Zweier-Wettbewerb der Männer in einer anderen Liga und führen zur Halbzeit überlegen mit 0,35 Sekunden vor den Schweizer Lokalmatadoren Beat Hefti/Thomas Lamparter. Allerdings trübte die schwere Verletzung von Top-Anschieber Kevin Kuske (Potsdam) die Stimmung. Der viermalige Olympiasieger zog sich einen Muskelfaserriss im Sitzbein zu und fällt für den Rest der WM aus.

Dass Kiriasis bei ihrem wohl letzten WM-Rennen noch in die Medaillenränge fuhr, hatte sie nach dem schwachen ersten Wettkampftag mit Platz fünf selbst nicht mehr für möglich gehalten. „Das sah ziemlich aussichtslos aus“, sagte die dreimalige Weltmeisterin und erklärte: „Ich hatte mich im Material vergriffen. Man lernt halt nie aus.“

Cathleen Martini (Oberbärenburg) verpasste dagegen wie schon im Vorjahr als Vierte nur knapp eine Medaille. „Leider haben die anderen weniger Fehler gemacht“, sagte die EM-Dritte ehrlich. Die zur Halbzeit noch auf Platz zwei liegende Anja Schneiderheinze (Erfurt) wurde nach einem verpatzten dritten Lauf Fünfte. Junioren-Weltmeisterin Miriam Wagner (Riesa) belegte bei ihrer WM-Premiere einen guten siebten Rang.

Der zurückhaltene Friedrich blieb derweil seinem Naturell treu und machte um seine beeindruckende Leistung kein großes Aufheben. „Es hat alles gepasst, aber jetzt wollen wir mich mal nicht so hoch loben“, sagte der 22-Jährige. Angst, über Nacht zu sehr ins Grübeln zu kommen, hat der Junioren-Weltmeister keine: „Absolut nicht! Ich bin ja auch schon ein bisschen im Geschäft.“

Für Thomas Florschütz (Riesa) war es dagegen ein WM-Auftakt zum Vergessen. Der 34-Jährige verspielte mit zwei groben Fahrfehlern in beiden Durchgängen nicht nur eine bessere Platzierung als Rang sechs, er verlor auch seinen Top-Anschieber Kuske, der sich beim letzten Schritt am Start verletzte. Im zweiten Durchgang saß Ersatz-Anschieber Andreas Bredau in Florschütz' Zweierbob.

„Das war der Supergau: ein beschissener Lauf und ein verletzter Bremser“, sagte ein völlig enttäuschter Florschütz. Dass ihn nur 16 Hundertstelsekunden auf den drittplatzierten Steven Holcomb (USA) fehlen, konnte den Olympiazweiten nicht trösten: „Bronze will ich eigentlich nicht.“

Der Oberhofer Maximilian Arndt liegt zur Halbzeit auf Rang acht (+1,12). Vor allem wegen seiner schwachen Startzeiten dürfte der Vierer-Europameister nicht mehr in den Kampf um die Medaillen eingreifen.

sid

"Auf der Titanic waren alle gesund": Die Sport-Sprüche des Jahres

„Uli, ich wünsch dir, bleib gesund. Gesundheit ist das Wichtigste im Leben. Na fast: Die auf der Titanic waren alle gesund - aber sie hatten kein Glück.“ (Franz Beckenbauer am 13.1. zu seinem Präsidenten-Nachfolger Uli Hoeneß bei der Gala zu dessen 60. Geburtstag) © dpa
Es gab drei Leute im Stadion, die es nicht gesehen haben. Und die, die am Bierstand waren.“ (Werder Bremens Geschäftsführer Klaus Allofs am 21. Januar nach dem 0:0 beim 1. FC Kaiserslautern über den nicht geahndeten Tritt von FCK-Stürmer Dorge Kouemaha an den Kopf von Sebastian Prödl) © dpa
Mainz ist sehr gut organisiert. Wir haben ja nicht gegen den FC Hönnetepöpp gespielt.“ (Schalkes Trainer Huub Stevens am 4. Februar nach dem 1:1 gegen Mainz 05) © dpa
„Da können drei Otto Rehhagel auf der Bank sitzen und José Mourinho noch dazu - wenn wir so weiterspielen, dann kann uns keiner helfen.“ (Hertha-Kapitän André Mijatovic am 25. Februar nach dem 0:3 in Augsburg) © dpa
„In Euro.“ (Schalkes Manager Horst Heldt am 1. März auf die Frage, ob er das Vertragsangebot für Raúl in Deutsch, Englisch oder Spanisch verfasst habe.) © dpa
„Wie das auch im echten Leben ist, gibt es noch ein paar Gurken, die auf der Strecke rumfahren.“ (Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel über die Kollision mit HRT-Pilot Narain Karthikeyan beim Großen Preis von Malaysia am 25. März) © dpa
„Das wär' nicht schlecht. Haben Sie einen?“ (Hoffenheims Trainer Markus Babbel am 21. April auf die Frage eines Journalisten, ob Hoffenheim nicht einen braucht, der die Tore macht) © dpa
„Halb Angst... Ich habe 1943 in einem Keller im Ruhrgebiet gesessen, als uns die Amerikaner bombardiert haben.“ (Hertha-Trainer Otto Rehhagel am 25. Mai auf die Frage, ob er bei den Ausschreitungen in der Schlussphase des Relegationsspiels in Düsseldorf Angst gehabt habe) © dpa
„Mir blieb nichts anderes übrig, als den Ball reinzuschießen. Ich hätte 80 Meter wieder zurücklaufen müssen.“ (Deutschland Matchwinner Lars Bender am 18. Juni in Danzig zu seinem EM-Siegtor gegen Dänemark) © dpa
„Ich kannte seinen Namen nicht. Ich habe Chirac zu ihm gesagt.“ (Der Führende der Tour-de-France Bradley Wiggins am 20. Juli nach der Siegerehrung, die Frankreichs Staatspräsident François Hollande als Ehrengast vornahm) © dpa
„Ich muss jetzt ganz schnell betäubende Mittel in mich reinschütten.“ (Hockey-Nationalspieler Philipp Zeller nach dem Gewinn der olympischen Goldmedaille) © dapd
„Ich habe Klaas-Jan Huntelaar meinen Vertrag vorgelegt, und ich nehme seinen. Da hat er aber doof geguckt.“ (Schalkes Sportvorstand Horst Heldt am 17. August zu den Vertragsverhandlungen mit dem Bundesliga-Torschützenkönig.) © dpa
„Ich habe eigentlich gesagt, dass ich Samuel Eto'o haben will. Jetzt ist es Edu geworden. Da gab es wohl eine Verwechslung.“ (Fürths Trainer Mike Büskens am 31. August zur Verpflichtung des Schalkers Edu) © dpa
„Deutsche Ärzte haben mir so viel Blut gegeben, dass ich eigentlich einen deutschen Pass bekommen sollte.“ (Der frühere Formel-1-Fahrer Alessandro Zanardi aus Italien, der 2001 auf dem Lausitzring beide Beine verlor und bei den Paralympics in London die Goldmedaille im Zeitfahren gewann, am 5. September) © dpa
„Wer weiß, vielleicht ist es diesmal ja für immer.“ (Michael Schumacher im Scherz bei seiner Formel-1-Rücktrittserklärung am 4. Oktober in Suzuka) © dpa
„Lance Armstrong ist wie der Weihnachtsmann: Wenn man größer ist, merkt man, dass es den Weihnachtsmann gar nicht gibt.“ (Radprofi Bradley Wiggins bei der Tour-Präsentation am 23. Oktober in Paris über den wegen jahrelangen Dopings verurteilten Amerikaner) © dpa
„Die Aussagen des holländischen Nationaltrainers sind so relevant, wie wenn in Peking ein Fahrrad umkippen würde.“ (Bayern-Trainer Jupp Heynckes am 2. November zur Kritik von Louis van Gaal, der Vereinspräsident Uli Hoeneß attackiert hatte) © dpa
„Schnee-Weiß Bethlehem.“ (Bayern-Trainer Jupp Heynckes am 4.12. auf die Frage, ob er einen Wunschgegner für das Champions-League-Achtelfinale habe) © dpa
„Ein Mann, der nicht nur Trainer, Manager und Sportdirektor sein möchte, sondern möglichst auch noch Herausgeber der Vereinszeitung.“ (Bayern-Präsident Uli Hoeneß am 9. November über den beim VfL Wolfsburg entlassenen Trainer Felix Magath) © dpa
„Dass Theo Zwanziger kein guter Präsident ist, wusste ich schon lange. Dieses Buch wird ihn nach seinem mehr als peinlichen Rücktritt endgültig in die Isolation treiben.“ (Bayern-Präsident Uli Hoeneß am 11. November zur Autobiografie von Theo Zwanziger, in der auch er vom ehemaligen DFB-Präsidenten scharf kritisiert wird) © dpa
„Ich bin nicht Gott, sondern nur ein Trainer mit Laufschuhen an.“ (Schalkes Trainer Huub Stevens am 20. November auf die Frage, ob Torjäger Klaas-Jan Huntelaar im folgenden Champions-League-Spiel gegen Olympiakos Piräus wieder treffen werde.) © dpa
„Bei Chelsea ist eine Trainerentlassung nur wie jeder andere Tag im Büro.“ (Chelseas Ex-Trainer André Villas-Boas, heute in Diensten von Tottenham Hotspur, am 22. November über die Entlassung seines Nachfolgers Roberto Di Matteo.) © dpa
„Ich kenn' Pokalendspiele oder Champions-League-Endspiele oder Uefa-Cup-Endspiele. Das sind Spiele, da geht es um alles oder nichts. So viel ich weiß, gibt es für uns aber nach Bremen noch Spiele.“ (Hoffenheims Bundesliga-Trainer Markus Babbel am 30.11. auf die Frage, ob die Partie gegen Werder Bremen ein Endspiel für ihn ist. Nach der anschließenden Niederlage trennte sich der Club von ihm) © dpa
„Hätte er den auch rein gemacht, hieße er jetzt Julian Heber.“ (Trainer Jürgen Klopp am 5.12. über den gescheiterten Versuch des Dortmunder Angreifers Julian Schieber, den Torhüter von Manchester City kurz nach dem Treffer zum 1:0 mit einem Heber zu überlisten) © dpa
„Wir haben versucht, mit der Polizei zu sprechen, damit sie Messi festnimmt.“ (Carlos Gonzalez, Präsident des spanischen Fußball-Zweitligisten Real Club Deportivo Córdoba am 11.12. vor dem Pokalspiel gegen den FC Barcelona mit Weltfußballer Lionel Messi, Foto) © dpa

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