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26-jährige Ski-Rennfahrerin muss Laufbahn beenden - jetzt arbeitet sie im Hotel

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Von: Marius Epp

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Carole Bissig bei den österreichischen Ski-Meisterschaften im Montafon.
Carole Bissig bei einem Slalom-Rennen im Montafon. © IMAGO/Oliver Lerch

Die Schweizer Ski-Rennläuferin Carole Bissig muss ihre Karriere mit 26 Jahren beenden. Von einem Bandscheibenvorfall erholte sie sich nie vollständig.

München - Wie es sich anfühlt, wenn der Körper nicht mehr mitmacht, musste auch Roger Federer erleben. Die Tennis-Legende zog mit 41 Jahren einen Schlussstrich, für einen Spitzensportler in den meisten Sportarten sowieso schon ein hohes Alter. Seine Schweizer Landsfrau Carole Bissig macht es ihm nach: Die Slalom-Spezialistin hängt nicht den Schläger, sondern die Ski an den Nagel. Sie ist allerdings erst 26 Jahre alt.

Nach 23 Weltcup- und 101 Europacuprennen beendet Bissig ihre aktive Ski-Karriere. Der Grund: Anhaltende Bandscheibenprobleme. „Bis jetzt habe ich noch keine Träne vergossen. Und sollte dies noch der Fall sein, werden es Freudentränen sein“, sagte sie im Gespräch mit dem Schweizer Blick.

Ski Alpin: Schweizerin Bissig muss Karriere nach Bandscheibenvorfall beenden

Ein Bandscheibenvorfall vor drei Jahren warf sie weit zurück. „Mir gelang es nie mehr, konstant ans Limit zu gehen.“ Bissig entschied sich für eine konservative Behandlung. Nach sechs Monaten war sie zwar schmerzlos, doch hatte Probleme mit der Balance.

„Meine Bandscheibe hing nur noch an einem Faden. Hätte ich weitergemacht, wäre sie womöglich ganz rausgefallen - dann hätte ich operiert werden müssen“, erklärt die 26-Jährige. Das kam für sie aber nicht infrage.

Skifahrerin Bissig „wollte Gesundheit nicht aufs Spiel setzen“

„Ich wollte meine Gesundheit nicht aufs Spiel setzen - dafür habe ich nun in meinem neuen Leben keine Beschwerden.“ Ihr bestes Weltcupresultat war ein 17. Platz beim Slalom in Kranjska Gora. Mit dem Profi-Skisport hat sie nun nichts mehr zu tun. Bissig arbeitet an einer Hotel-Rezeption. „Ich gehe heute Nachmittag arbeiten und freue mich drauf“, sagt sie.

Künftig wird man sie wohl trotzdem noch an der Skipiste sehen, denn ihr Bruder Semyel (24) fährt noch im Weltcup. Ebenfalls wieder aktiv ist Nina O‘Brien: Die US-Amerikanerin verletzte sich bei einem Sturz bei Olympia schwer. Sieben Monate später meldet sie sich mit Grusel-Bildern zurück. (epp)

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