tz begrüßt die Ski-Helden

Chaos-Heimreise! Felix und Fritz endlich dahoam

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Felix Neureuther zeigt die tz-Schlagzeilen zur Doppelmedaille.

München - Schneechaos in Denver, Flug verpasst und die Hälfte des Reisegepäcks verloren – dennoch strahlte Felix Neureuther am Dienstag um 15.45 Uhr am Münchner Flughafen. Endlich dahoam!

„Die WM hat ein sehr glückliches Ende genommen, es hätte ganz anders ausgehen können“, sagte der Slalom-Bronzemedaillengewinner. „Ohne die Medaille wäre der Druck in den letzten Rennen größer gewesen. Jetzt ist alles nur Zugabe.“ Neureuthers Ziel ist die Slalomkugel, aktuell führt er die Disziplinwertung, bei noch zwei ausstehenden Rennen, vor Marcel Hirscher an.

Linus Strasser mit Freundin Maria.

Mit den tz-Schlagzeilen zum Doppeltriumph von ihm und Teamkollege Fritz Dopfer, der Silber gewann, war der 30-Jährige sehr zufrieden. „Schön, dass ihr auch die Trainer erwähnt habt, ihnen haben wir viel zu verdanken“, bestätigte Neureuther und fügte mit Blick auf die Bilder der feuchtfröhlichen Abschlussparty an: „Gut, dass ich den Mäti (Herrencheftrainer Mathias Berthold, Anm. d. Red.) auf der Party mit dem Schampus erwischt habe. Leider habe ich es doppelt zurückbekommen.“ Auf sein Gepäck hingegen, muss er noch warten. „Es muss im Schneechaos von Denver verloren gegangen sein“, sagte Neureuther-Mama Rosi Mittermaier, die wie Papa Christian Neureuther und DSV-Alpinchef Wolfgang Maier ebenfalls an Bord war, der tz. Ski und Skischuh sind zum Glück in Sicherheit, dem Training Ende der Woche in Garmisch-Partenkirchen steht nichts im Weg. „Notfalls muss ich auf Papas alte Klamotten zurückgreifen“, witzelte Neureuther. Der Senior ergänzte im Scherz: „An den Beinen wird ihm die Hose halt ein bisserl flattern, bei den Oberschenkel, die wir früher hatten.“

Rund eineinhalb Stunden nach Neureuther landeten auch Dopfer, Linus Strasser und Philipp Schmid – sie verpassten in London einen Flug. „Mit der Silbermedaille im Gepäck kann ich das leicht verkraften“, sagte ein sichtlich gelöster Dopfer, der auf der Party der Champagnerdusche entging: „Zum Glück war ich trotz des Rennens noch flink und agil genug“, so Dopfer. Strasser gewann als sensationeller Slalom-Zehnter zwar keine Medaille, hatte aber den süßesten Empfang. Geschafft, aber fröhlich, fiel er seiner Freundin Maria, auf die er zwei Wochen verzichten musste, in die Arme. „Wenn mir das einer vor der Saison vorausgesagt hätte, ich hätte sofort unterschrieben“, so Strasser. Dopfer und Neureuther dürften das ähnlich sehen.

Mathias Müller

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