Bundestrainer im Interview

Cortina: "Brauchen Licht und Sonnenschein"

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Pat Cortina.

München - Am Mittwoch hat Pat Cortina sein Aufgebot für den Deutschland Cup von 7. bis 9. November in München bekanntgegeben. Vom EHC sind Niklas Treutle, Daryl Boyle, Yannick Seidenberg und Michael Wolf dabei. Die tz sprach mit Cortina über das erste Turnier der WM-Saison.

Herr Cortina, mit Niklas Sundblad haben Sie ihren Assistenzcoach an Köln verloren. Schon ein Nachfolger in Sicht?

Cortina: Es wird jemand aus dem internen Bereich sein. Derjenige soll die Strukturen des DEB kennen, der soll sich nicht einarbeiten müssen. Außerdem wird mich das Kompetenzteam um Peter John Lee, Karl-Heinz Fliegauf und Christian Winkler unterstützen.

Sie waren zuletzt ein paar Tage privat in Kanada bei der Familie. Bringen Sie Neuigkeiten aus Nordamerika mit?

Cortina: Ich war nur fünf Tage da und habe in dieser Zeit tatsächlich auch einen Spieler besucht. Leider hat er nicht gespielt, aber es war trotzdem ein gutes Gespräch.

Wer war der Spieler?

Cortina: David Wolf. Ich wollte sicherstellen, dass wir uns richtig verstanden haben. Er könnte in Zukunft ein wichtiger Baustein im Nationalteam sein. David sollte verstehen, warum ich ihn zuletzt nicht in den Kader berufen haben. Außerdem habe ich ihm erklärt, was ich an der Aufgabe als Bundestrainer vermisse. Es ist sehr schwer, zu den Spielern eine persönliche Beziehung aufzubauen, wenn man sie nur sehr selten sieht. Manchmal entstehen dadurch vielleicht Missverständnisse, die man ausräumen kann.

Haben Sie auch mit Jochen Reimer gesprochen, er ist nicht im Aufgebot.

Cortina: Ja, er braucht ein wenig Zeit. Jochen hat selbst beschlossen, sich ein Jahr Auszeit aus der Nationalmanschaft zu nehmen.

Also wird er auch bei der WM im Mai nicht dabei sein?

Cortina: Das werden wir sehen. Aktuell haben wir die Entscheidung so getroffen. Aber Jochen und ich kennen uns gut, das Wichtigste ist, dass wir weiter kommunizieren. Die Tür für die WM ist offen.

Wie lange werden Sie die Mannschaft während des Deutschland Cup sehen?

Cortina: Von Dienstag bis Sonntag. Dieses Jahr werden sie mich auch mehr zu Gesicht bekommen, weil ich nicht mehr die Aufgaben des Sportdirektors übernehmen muss.

Ist die gemeinsame Zeit wichtiger als das Ergebnis?

Cortina: Es ist der Auftakt in die WM-Saison, deswegen freue ich mich auf die Zeit, aber ich bin nicht dumm. Es ist unser Heimturnier, wir brauchen gute Resultate. Wir brauchen ein wenig Licht, ein bisschen Sonnenschein.

Was macht Sie sicher, dass das funktioniert?

Cortina: Sicher bin ich nicht. Aber es wäre gut, wenn wir ein paar Siege hätten und nicht nur gute Spiele.

Interview: Mathias Müller

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