2:1 gegen Frankreich

Eishockey-WM: Auftaktsieg für DEB-Team

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Torhüter Dennis Endras war nur ein Mal von den Franzosen zu bezwingen.

Prag - Die deutsche Nationalmannschaft ist mit einem mühsamen Auftaktsieg gegen Frankreich in die Eishockey-WM gestartet.

Das Team von Bundestrainer Pat Cortina siegte in einem zähen ersten Spiel am Samstag in Prag gegen Frankreich 2:1 (1:0, 0:0, 1:1) und kann damit den kommenden Spiele-Marathon trotz einer über weite Strecken enttäuschenden Leistung etwas befreiter angehen.

Stürmer Patrick Reimer traf in der Schlussminute in Überzahl zum umjubelten Siegtreffer. Das 1:0 vor etwa 13.000 Zuschauern hatte Kapitän Michael Wolf (13.) mit seinem 50. Länderspieltor erzielt. Der Münchner schaltete bei einem Abpraller am schnellsten und schlug den Puck unhaltbar unter die Latte. Der Treffer gab dem DEB-Team aber keine Sicherheit, Damien Fleury (51.) gelang noch der verdiente zwischenzeitliche Ausgleich für Frankreich.

Durch den fünften Sieg aus den vergangenen sechs WM-Auftaktspielen geht die DEB-Auswahl gestärkt in das auf dem Papier aussichtslose Duell am Sonntag (16.15 Uhr/Sport1) gegen Olympiasieger Kanada mit Superstar Sidney Crosby. Insgesamt muss das Cortina-Team sieben Gruppenspiele in zehn Tagen absolvieren.

Im Tor vertraute Cortina wie erwartet auf Dennis Endras. Der Mannheimer Meistergoalie hielt sein Team in einer schwachen Anfangsphase mit einigen guten Paraden im Spiel, beim Pfostenschuss von Stephane da Costa wäre er aber machtlos gewesen.

Die deutschen Spieler, die in der Vorbereitung Frankreich zweimal geschlagen hatten, kämpften sich in die Partie und hatten nur eine Minute nach dem Führungstreffer durch Patrick Reimer und Christoph Ullmann Chancen zum 2:0.

Im Mitteldrittel wurde Frankreich immer stärker und fuhr einen Angriff nach dem nächsten auf das deutsche Tor. Doch Endras war erneut zur Stelle, wenn es brenzlig wurde. Auch in den letzten 20 Minuten stand der 29-Jährige öfter im Mittelpunkt, als es Bundestrainer Cortina lieb gewesen sein dürfte.

Die DEB-Auswahl tritt unter denkbar ungünstigen Vorzeichen bei der WM an. Es hagelte 23 Spielerabsagen für Bundestrainer Cortina, dessen auslaufender Vertrag nach dem Turnier wohl nicht verlängert wird.

Nach dem Spiel gegen Kanada wartet auf den Weltranglisten-13. Deutschland noch der Erzrivale Schweiz (5. Mai) sowie Mitfavorit Schweden (7. Mai), Lettland (8. Mai), Gastgeber Tschechien (10. Mai) und zum Abschluss Österreich. Der Aufsteiger schlug am Samstag völlig unerwartet die Schweiz 4:3 nach Penaltyschießen und sorgte damit für die erste große Überraschung des Turniers.

sid

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