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DEL: Wolfsburg erstmals im Finale

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Erstmals im DEL-Finale: der EHC Wolfsburg nach dem dritten Sieg über Krefeld.

Wolfsburg - Der erste Finalist für das Endspiel in der DEL steht fest: Mit dem dritten Sieg gegen die Krefeld Pinguine hat sich der EHC Wolfsburg erstmals fürs Finale qualifiziert.

Der EHC Wolfsburg hat nach einem Halbfinal-Durchmarsch und einer nervenaufreibenden „Nachtschicht“ als erstes Team das Endspiel in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) erreicht. Der Vorrundenmeister und Titelfavorit verwandelte im dritten Play-off-Halbfinale gegen die Krefeld Pinguine seinen ersten Matchball und setzte sich durch den hart umkämpften und etwas glücklichen 2:1 (1:0, 0:1, 0:0, 1:0)-Sieg nach zweimaliger Verlängerung in der Serie „best of five“ mit 3:0 durch. Der DEB-Pokalsieger von 2009 erreichte erstmals das DEL-Finale und hat damit bereits den größten Erfolg der Vereinsgeschichte perfekt gemacht.

Im Endspiel, das ebenfalls nach dem Modus „best of five“ ausgetragen wird, treffen die Wolfsburger ab kommenden Freitag entweder auf die Düsseldorfer EG oder die Eisbären Berlin. Die Rheinländern führen in der zweiten Halbfinalserie mit 2:1-Siegen und können am Sonntag (14.35 Uhr/Sky live) dem EHC ins Endspiel folgen.

Wurfgeschosse in Stadien: Bierbecher, Sellerie, eine Katze und Dildos

1.4.2011: Beim Spiel St. Pauli gegen den FC Schalke 04 wurde Schiedsrichter-Assistent Thorsten Schiffner von einem Bierbecher getroffen. Das Spiel wurde abgebrochen. Hier sehen Sie weitere Geschosse, die auf Spielfelder jeglicher Sportarten geworfen wurden. Einige davon sind sehr skurril - aber gefährlich sind die meisten allemal. Also: Bitte nicht nachmachen! © Getty
Thorsten Schiffner war nicht der erste Schiedsrichter-Assistent, der von einem Becher getroffen wurde. 2006 streckte Kai Voss beim DFB-Pokal-Spiel zwischen Stuttgarter Kickers und Hertha BSC ein Bierbecher nieder. © getty
Deutschlands Torhüter bei der Weltmeisterschaft 1974 wurde von einem Gymnasiasten 1971 mit einem Messer beworfen. Er wurde aber - zum Glück - nicht getroffen. © dpa
Ein Motorroller im Stadion (hier mit Uli Hoeneß am Steuer) ist schon ungewöhnlich. Erst recht beim Mailänder Derby 2001: Dort versuchten Stadionbesucher einen Roller von der Tribüne zu werfen. © getty
Frank Baumann (M.) erwischte es während eines Bundesligaspiels. Er wurde im November 2008 von einem Handy-Akku getroffen. © getty
Im Carling-Cup-Finale 2007 zwischen dem FC Chelsea und dem FC Arsenal flog Sellerie von den Rängen. Arsenals Fabregas kann es nicht verstehen. Die Fans des FC Chelsea sangen bei fast jedem Spiel ein nicht jugendfreies Lied, in dem auch das Gemüse vorkommt. © getty
Beim UEFA-Cup-Spiel zwischen NEC Nijmegen und dem HSV traf Schiedsrichter Darko Ceferin ein undefiniertes Wurfgeschoss am Kopf. Das Spiel musste unterbrochen werden. © getty
Anders Frisk wurde beim Champions-League-Spiel zwischen AS Rom und Dynamo Kiew von einem Wurfgeschoss getroffen und musste mit einer Platzwunde vom Platz. © getty
Oliver Kahn traf am 12. April 2000 in Freiburg ein Golfball. Blutüberströmt musste er von Uli Hoeneß zurückgehalten werden, da er völlig außer sich war. © ap
FC Liverpool - AFC Sunderland im Oktober 2009: Ein großer roter Strandball wurde aufs Spielfeld geworfen. Dort landete er im Liverpooler Strafraum, wo der Ball einen Schuss unhaltbar für José Reina abfälschte. Das Spiel endete 0:1.  © getty
Halbfinale UEFA-Cup: Hamburger SV gegen Werder Bremen: Stand 1:2 für Bremen. Diese Papierkugel lenkte einen Ball entscheidend zur Ecke ab, die prompt das 1:3 für die Werderaner brachte. Trotz des Anschlusstreffers drei Minuten vor Schluss schied Hamburg aus. © dpa
Auch Toilettenpapier fliegt regelmäßig auf den Rasen. Hier beim Spiel FC Bayern gegen den 1. FC Nürnberg. Raphael Schäfer, Torhüter des "Clubs", zeigte sich aber unbeeindruckt. © getty
Im Carling-Cup-Halbfinale gegen den Ortsrivalen ManU wurde Craig Bellamy 2010 von einer Münze am Kopf getroffen. Eine heranfliegende Bierflasche flog knapp an ihm vorbei. © getty
Mailänder Derby 2005: Im Champions-League-Viertelfinale wurde AC Milans Torhüter Dida von Leuchtraketen getroffen und sank zu Boden. Das Spiel wurde abgebrochen. © dpa
Neben Leuchtraketen und einer Rumflasche warfen Zuschauer 2006 auch eine Katze auf das Spielfeld: Geschehen beim Derby zwischen Real Betis und FC Sevilla. © dpa
Viele Ratten wurden bei den Florida Panthers ab 1992 aufs Spielfeld geworfen. Grund: Scott Mellanby tötete eine Ratte in der Kabine mit dem Stock und traf danach zwei Mal. 1996 wurde diese Sitte verboten. © dpa
Super-League-Spiel zwischen Luzern und Basel am 7.November 2010: Fans des FC Basel warfen Tennisbälle auf das Spielfeld. Damit sollte gegen die frühe Anstoßzeit der Partie protestiert werden, welche auf Druck des Schweizer Fernsehens und wegen des Finals der Swiss Indoors in Basel vorverlegt wurde. © dpa
Ein Schweinekopf flog im Camp Nou beim "Clasico" zwischen Real Madrid und FC Barcelona aufs Spielfeld. Damit wollten die Fans von Barca ihre Meinung zum Wechsel von Luis Figo von Barcelona zu Real zeigen. © dpa
Stadionsitze sind, besonders in Südamerika, beliebte Wurfgeschosse. Allerdings auch in Europa kommt es vor, dass Sitze aufs Spielfeld fliegen, so auch 2000 beim Spiel Sevilla gegen Atletico Madrid. © dpa
Paul hatte Glück, in einem Aquarium zu leben. In der NHL wurden bei Siegen der Detroit Red Wings Tintenfische regelmäßig aufs Eis geworfen. Das hatte Tradition, da 1952 ein Besitzer eines Fischlokals immer ein Oktopus aufs Feld warf, der für die Play-offs einen Sieg bescheren sollte. Das schwerste Tier wog 25 Kilo. © dpa
Zahlreiche Dildos flogen im Oktober 2008 im Spiel zwischen AIK Stockholm gegen Leksand aufs Eis. Die Fans des Stockholmer Eishockey-Klubs zeigten damit ihren Unmut über Jan Huokko, der sich zum Jahresanfang einen Sexskandal leistete. © dpa

Gefeierter Wolfsburger Held in einem an Spannung kaum zu überbietenden Spiel war Kai Hospelt, der nach insgesamt 86:39 Spielminuten um kurz vor 23 Uhr in der dramatischen Overtime mit zahlreichen Chancen auf beiden Seiten den Siegtreffer erzielte. Krefelds Kapitän Herbert Vasiljevs saß zu diesem Zeitpunkt nach einem brutalen Check eine Disziplinarstrafe ab.

„Dass wir nach drei Spielen auf diese Weise ins Finale einziehen, ist natürlich der Wahnsinn“, sagte Wolfsburgs überragender Torwart Jochen Reimer. Trainer Pavel Gross lobte aber auch den Gegner: „Das Spiel war sehr intensiv, Krefeld war stark und optisch überlegen. Aber wir haben das eine Tor mehr geschossen.“

Vor 4087 Zuschauern hatten die Krefelder, die die ersten beiden Spiele mit 2:4 und 3:4 nach Verlängerung verloren hatten, den Niedersachsen jedoch einen harten Kampf geliefert. In einem intensiven Spiel gingen die Gastgeber durch Torjäger Ken Magowan in der siebten Minute in Führung. Der Angreifer traf in den Play-offs bereits zum neunten Mal. Die Gäste hielten weiter dagegen und kamen immer besser in Spiel. Der Ausgleich durch Roland Verwey (29.), der in der Meisterrunde zum fünften Mal traf, war verdient.

Im Schlussabschnitt der regulären Spielzeit erwischten wieder die Gastgeber den besseren Start, doch gegen die enorm kampfstarken Krefelder gelang den Wolfsburgern zunächst nicht die entscheidende Offensivaktion. Doch auch die Krefelder setzten immer wieder Akzente, verpassten aber ihrerseits auch in Überzahl die Führung. Beide Goalies, Reimer auf Wolfsburger und Scott Langkow auf Krefelder Seite, boten auch in der Verlängerung überragende Leistungen. Die Krefelder zeigten dort energisch den Willen, den K. o. abzuwenden, und waren das aktivere, aber am Ende glücklose Team.

sid

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