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Deutscher Skiverband (DSV): Geschichte, Präsident, Mitglieder – alle Infos

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Franz Steinle, Präsident des Deutschen Ski-Verbandes
Franz Steinle, Präsident des Deutschen Ski-Verbandes © Angelika Warmuth / dpa

Der Deutsche Skiverband ist einer der mitgliederstärksten Verbände des Landes. Alle Infos über die Geschichte, die Mitglieder und die Aufgaben des DSV.

Planegg – Der Deutsche Skiverband (DSV) wurde am 4. November 1905 aus der Taufe gehoben. Er fungiert als übergeordnete Organisation zahlreicher lokaler und regionaler Skivereine. Aktuell sind rund 2.900 Vereine unter dem Dach des DSV vereint. Neben der nationalen und internationalen Interessenwahrung des hiesigen Skisports fördert der Verband die Trainer- und Aktivenarbeit. Der von Franz Steinle geleitete Verbund besitzt mehr als eine halbe Million Mitglieder. Hauptsitz des Deutschen Skiverbands ist der Münchner Vorort Planegg.

Deutscher Skiverband: Die Geschichte des DSV

Die Geschichte des Deutschen Skiverbands (DSV) begann in der Frühphase des 20. Jahrhunderts. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es nur Einzelvertretungen, die überwiegend Eigeninteressen wahrnahmen. So auch der SC München, gegründet im Jahr 1890 und damit erster deutscher Skiclub. Ein Jahr später folgte der SC Todtnau und 1892 der SV Braunlage. Da alle Zusammenschlüsse denselben Grundsätzen folgten, zogen die Aktiven alsbald die Gründung einer übergeordneten Instanz in Erwägung. Bis Selbige gegründet wurde, dauerte es bis zum Jahr 1905. Die Vertreter von elf Vereinen kamen in einer Münchner Gaststätte zusammen und brachten per Satzung den Deutschen Skiverband (DSV) auf den Weg. 165 Delegierte stimmten für die Verbandsgründung, 79 dagegen. Erster Vorsitzender des DSV war Dr. Wilhelm Offermann, einer der führenden Köpfe des deutschen Vorkriegssports.

Deutscher Skiverband (DSV): Die Mitglieder

Die Mitgliederzahl des Deutschen Skiverbands (DSV) verharrt auf relativ hohem Niveau, was den Zusammenschluss zu einem der mitgliederstärksten Sportverbände auf deutschem Boden macht. Gleichwohl ist die Anzahl der Mitglieder, die unter dem Dach des DSV vereint sind, rückläufig. Innerhalb der letzten 20 Jahre ging die Zahl der Aktiven um rund 25 Prozent zurück. Waren im Jahr 2001 noch circa 700.000 Menschen im DSV organisiert, so weist die Statistik für das Jahr 2021 530.000 Mitglieder aus.

Dem Deutschen Skiverband sind 20 Landesverbände untergeordnet. Durch den DSV repräsentiert werden der Bayerische Skiverband, der Hessische Skiverband, der Skiverband Brandenburg, der Skiverband Bremen, der Niedersächsische Skiverband, der Skiläuferbund Saarland und der Schwäbische Skiverband. Zudem gehören dem DSV folgende Gremien an:

Komplettiert wird der DSV durch den Thüringer Skiverband, den Westdeutschen Skiverband sowie den Verband der Hamburger Skivereine.

Deutscher Skiverband: Die Aufgaben des DSV

Die Aufgaben des Deutschen Skiverbands (DSV) sind vielfältiger Natur. Unter anderem kümmert sich der DSV um die künftige Skisport-Entwicklung. Dabei spielen die Aspekte Nachhaltigkeit und Umweltschutz eine zentrale Rolle. Daraus folgt das Erstellen zukunftsorientierter Konzepte, die auf der Analyse des Status quo beruhen. Das Thema Umwelt erachtet der DSV als extrem wichtig, weshalb der Sachverhalt nahezu alle Aufgabenbereiche unterfüttert. Dies gilt auch für die Förderung der Bereiche Kommunikation und Umwelterziehung. Umweltrelevante Dienstleistungen deckt der DSV ebenfalls ab. Ferner kümmert man sich um die Beratung der Mitgliedsverbände und bringt darüber hinaus ausgesuchte Forschungs- und Modellprojekte auf den Weg.

Deutscher Skiverband (DSV): Das amtierende Präsidium

Das Präsidium des Deutschen Skiverbands (DSV) besteht aus fünf Personen. Als Präsident und 1. Vorsitzender fungiert Dr. Franz Steinle, der aktuell seine dritte Amtszeit absolviert. Er hat das Amt bis mindestens 2024 inne. Ihm zur Seite stehen die Vizepräsident/innen Miriam Vogt, Tobias Angerer und Heiko Krause. Die Position des Schatzmeisters füllt Jörg Flechtner aus. Angesichts der anhaltenden Pandemie sieht Präsident Franz Steinle den DSV vor „enorme Aufgaben und Herausforderungen“ gestellt. Zur Bewältigung der Situation sei es nötig, „alle Kräfte zu bündeln“.

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