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Dopingfall bei den Paralympics

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Vancouver - Bei den X. Paralympics in Vancouver gibt es den ersten Dopingfall. Der Athlet selbst scheint geständig zu sein.

“Das können wir bestätigen. Betroffen ist der Schwede Glenn Ikonen“, sagte Steffi Klein, Sprecherin des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC), der Deutschen Presse-Agentur dpa am Samstag. Der Athlet selbst habe eingeräumt, Betablocker genommen zu haben. Ikonen gehört dem schwedischen Rollstuhl-Curlingteam an. Über die Konsequenzen ist noch nicht entschieden, weil die Untersuchungen laut IPC noch laufen.

Doping: Die dümmsten Ausreden

Ikonen und die schwedische Mannschaftsleitung räumten den positiven Befund ein. “Ich bin schockiert. So etwas konnte ich mir niemals vorstellen. Ich bin ein alter Mann mit 54 Jahren. Ich würde niemals etwas nehmen, was ich nicht nehmen kann“, sagte Ikonen. Ihm droht eine Zweijahressperre. Das IPC hat laut Steffi Klein aber noch nicht über eine Strafe gegen Ikonen befunden. “Es hat eine erste Anhörung gegeben, die aber noch nicht beendet ist“, sagte sie. Das IPC ging davon aus, dass weitere Details im Lauf des Samstags geklärt werden.

Es ist der erste Dopingfall der Spiele von Vancouver und der erste bei Winter-Paralympics seit 2002. Damals war dem deutschen nordischen Skisportler Thomas Oelsner (Oberhof) die Einnahme des verbotenen anabolen Steroids Methenolon nachgewiesen worden. Er war für zwei Jahre gesperrt worden. 2006 hatte es bei den Paralympics in Turin keinen Dopingfall gegeben.

Ikonen machte seinen Hausarzt verantwortlich. “Ich habe ihm gesagt, dass ich nichts nehmen will, was ich nicht nehmen darf“, erläuterte der Schwede. Seine Curling-Mannschaft muss nicht mit Konsequenzen rechnen, weil laut IPC-Regularien Strafen erst bei zwei positiv getesteten Spielern ausgesprochen werden.

Schweden erreichte am Freitagabend (Ortszeit) mit einem 6:5 im Entscheidungsspiel gegen Italien das Halbfinale. In der Partie gegen die Italiener wurde Ikonen schon nicht mehr eingesetzt.

dpa

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