Drama um Landsberger Eishockeyspieler

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Boris Zahumensky.

Landsberg - Die schwere Verletzung von Eishockeyprofi Boris Zahumensky vom EV Landsberg hat der Oberliga einen Schock versetzt.

Beim Punktspiel am Freitag gegen den EHC Dortmund brach sich der slowakische Verteidiger nach einem unglücklichen Aufprall auf die Bande fünf Halswirbel. Er wurde am Wochenende im Klinikum Rechts der Isar in München zweimal operiert und zunächst in ein künstliches Koma versetzt. Sein Zustand hat sich mittlerweile stabilisiert. Er wurde am Sonntag Nachmittag aus dem künstlichen Koma erweckt, ist ansprechbar und kann Arme und Beine bewegen, berichtet der Verein auf seiner Webseite. Das für Sonntag angesetzte Spiel der Landsberger bei den Starbulls Rosenheim wurde abgesagt. In den nächsten Tagen sollen weitere Untersuchungen Aufschluss über den Gesundheitszustand von Zahumensky geben.

„Die haben hier alle die Köpfe hängen lassen“, schilderte Landsbergs Teammanager Karl-Heinz Zotzmann die Stimmung in der EVL-Mannschaft, „da denkt jetzt keiner an Eishockey.“ Vorwürfe gegen den Dortmunder Spieler Ryan Martens, der Zahu­mensky vor dem Aufprall auf die Bande regelwidrig gecheckt hatte und eine Spieldauerstrafe kassierte, gibt es von den Landsbergern nicht. „Mir tut das so leid. Ich hoffe, dass Boris schnell und vollständig gesund wird. Es ist schlimm, was passiert ist“, sagte Martens am Sonntag. „Es ist ein Unglücksfall, kein Foulspiel gewesen“, meinte Dortmunds Trainer Frank Gentges. Auch der Schiedsrichter-Beobachter des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) sprach von einem Unglücksfall.

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