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EHC-Boss: "Die DEL kann uns nicht so einfach ablehnen"

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Jürgen Bochanski will kämpfen © sampics

München - Der EHC München kämpft um eine zweite Chance und will noch immer in die DEL. Geschäftsführer Jürgen Bochanski findet deutliche Worte.

Auf dem Gnadenweg will der Zweitliga-Meister doch noch einen Platz in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) ergattern. Der Verein, dem zunächst die Lizenz wegen eines Fristversäumnisses verweigert worden war, fordert von der Liga-Gesellschafterversammlung am Donnerstag eine Wiederaufnahme des Zulassungsverfahrens. “Ich bin der Meinung, dass die DEL uns nicht so einfach ablehnen kann“, sagte EHC- Geschäftsführer Jürgen Bochanski am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa.

Alle relevanten Dokumente und finanziellen Garantien, auch die zur Aufnahme nötige Sicherheitsleistung in Höhe von 816 000 Euro, seien der DEL nachgereicht worden. “München ist vorbereitet für die DEL“, sagte Bochanski. “Für Fans, Sponsoren und Mannschaft, für die gesamte Entwicklung des EHC ist der Aufstieg enorm wichtig. Alles andere wäre ein harter Rückschlag für das Münchner Eishockey.“ Ob Meistertrainer Pat Cortina mit dem EHC erneut in der 2. Liga antreten würde, ist fraglich. “Ich muss mich schon sehr extrem zwingen, wenn ich mir vorstellen soll, nach unserem sportlichen Erfolg plötzlich wieder am Nullpunkt zu stehen“, sagte der Italo-Kanadier.

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Ein verweigerter Aufstieg könnte für den EHC auch finanziell weitreichende Folgen haben. “Wir haben einige Sponsoren in der Warteschleife, die sich nur im Falle des DEL-Aufstiegs engagieren wollen“, erklärte Geschäftsführer Bochanski, der die Schuld für das Fristversäumnis auf sich nimmt: “Nach den Telefonaten mit Herrn Tripcke von der DEL bin ich davon ausgegangen, dass wir die Lizenzierungsunterlagen auch noch nach dem 11. Mai einreichen könnten. Leider habe ich mir das nicht schriftlich garantieren lassen.“

Zwar will sich die DEL am Donnerstag mit dem Thema beschäftigen, warnte jedoch vor allzu großen Hoffnungen bei den Münchnern. “Für uns ist das Lizenzverfahren im Moment abgeschlossen“, sagte Liga-Chef Gernot Tripcke der dpa. Noch sei überhaupt nicht klar, ob das Begehren des EHC überhaupt am Donnerstag auf die Tagesordnung der Sitzung in Köln kommen werde, erklärte Tripcke. Eigentlich wollte sich die DEL dann hauptsächlich mit den hoch verschuldeten Kassel Huskies befassen, denen der Ausschluss aus der Liga droht.

Sollte der Fall München doch behandelt werden, sei eine Zustimmung für ein neues Lizenzverfahren unsicher. Laut Satzungsrecht sei mindestens eine Dreiviertel-Mehrheit notwendig, sagte Tripcke. Vorher werde der Ligaverband auch die vom EHC nachgereichten Unterlagen und finanziellen Garantien nicht prüfen.

dpa

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