EHC: Kraftakt mit Drama-Qualität

München - Die Eishockey-Cracks des EHC München haben sich am Dienstag mit einer Energieleistung in die nächste Pokalrunde katapultiert und dabei einige Hindernisse umkurvt.

Ausgerechnet beim letztjährigen Halbfinalisten Ravensburg, der den Münchnern zuletzt die erste Heimpleite (2:6) beibrachte und damit von der Tabellenspitze stieß, siegten die Schützlinge von Trainer Pat Cortina in einem engen Match mit 5:4 nach Verlängerung. Dabei blieb dem Coach aufgrund der Verletztenmisere nichts anderes übrig, als sieben Förderlizenz-Spieler aufs Eis zu schicken, wobei vier von ihnen noch nie für den EHC aufliefen.

Doch die „Mission Impossible“ entwickelte sich zu einem Krimi mit Happy End für München. Gegen bestens besetzte Gastgeber stand es nach überraschender 1:0-Führung schnell 3:1 für die Ravensburger, kurz vor dem letzten Drittel bogen diese mit 4:2 auf die Siegerstraße. Im Schluss-Akt drehten die Münchner dann aber auf. Ohne Torwart setzten sie alles auf eine Karte und wurden durch das Ausgleichstor von Austin Wycisk mit der Verlängerung belohnt. Danach gelang schließlich der umjubelte Treffer zum Sieg – die nächste Überraschung nach dem Erfolg in Weißwasser, bei dem Cortina sogar mit nur 13 statt der nun 15 Akteure auskommen musste.

Dementsprechend erfreut zeigte sich EHC-Manager Christian Winkler: „Wie schon in Weißwasser hätte ich keinen Pfifferling auf die Mannschaft gewettet. Aber sie hat mich erneut aufs Positivste überrascht.“ Ob sich die Jungstars bald wieder beim EHC blicken lassen dürfen? Winkler:. „Die Türe steht immer offen. Wer uns einmal geholfen hat, den werden wir nie vergessen.“

mw

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