Check gegen Jann: „Hart, nicht dreckig“

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Schrecksekunde: Mario Jann liegt bewusstlos auf dem Eis.

München - Die Freude beim EHC München über die Siege in Freiburg (7:3) und gegen Heilbronn (5:2) wurde rasch gedämpft, denn: Trainer Pat Cortina muss schon wieder verletzte Spieler beklagen.

Nachdem im bisherigen Verlauf der Saison schon andauernd die Reihen neu aufgestellt werden mussten, wird sich dies so bald nicht ändern. Die Stürmer Martin Schymainski (Rücken) und Neville Rautert (Innenband) kamen nach dem zweiten Drittel gar nicht mehr aufs Eis. Was die Fans aber noch mehr aufbrachte war ein Foul an Mario Jann durch Heilbronns Gödtel (24.). Dieser checkte Jann, der Münchner blieb zuckend am Boden liegen, ehe er das Bewusstsein verlor. Die gute Nachricht: Jann konnte die Halle auf eigenen Beinen verlassen. Unpassender Kommentar von Heilbronns Coach Rico Rossi: „In den Playoffs werden wir ein unangenehmer Gegner für die anderen Mannschaften. Danke schön und frohe Weihnachten.“ EHC-Trainer Cortina sah das Auftreten der Gegner nicht als unfair: „Sie haben sehr hart aber nicht dreckig gespielt. Vielleicht waren wir auf deren Härte nicht richtig eingestellt.“

Cortina stimmte deshalb mit Rossi ein, der sagte: „Fouls gehören eben zu diesem Spiel, nur eben keine schmutzigen“. Heilbronn, das seit der zweiwöchigen Pause aufgrund des Deutschland-Cups das beste Team der Liga ist, könne auch nicht sieben Spiele in Folge gewonnen haben, wenn man sich nur auf dreckiges Eishockey verlassen würde, so Cortina. Die Aufgabe, die er sich und die Mannschaft ausgesetzt sieht: „Wir müssen jetzt wirklich durchschnaufen. Der Pokal, die „Volle Hütte“ und die anderen Spiele haben sehr viel Kraft gekostet. Ich muss mich jetzt erst mal hinsetzen und die gesunden Spieler zählen.“ Und daran tut er auch gut, denn: Am Freitag kommt Tabellenführer Schwenningen zum Spitzenspiel, am Sonntag steht die Auswärtsfahrt nach Bremerhaven an.

mw

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