Meister! Jetzt hat der EHC nur noch ein Ziel

Schwenningen - Und nach der Schlusssirene brachen alle Dämme! Die Spieler des EHC München fielen sich noch auf dem Eis in die Arme, jetzt haben sie endlich geschafft, wofür sie die ganze Saison geschuftet haben: München ist Meister!

 Aus is! Das dritte Spiel haben unsere Eishackler gegen Schwenningen mit 3:1 gewonnen und die Serie im Eiltempo entschieden. Uwe Harnos, der Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes war nach Schwenningen gekommen. Er sollte ja den Pokal übergeben, falls die Münchner tatsächlich Meister werden sollten. Und er sah Münchner, die das anfangs offensichtlich hier und jetzt wollten.

Mit viel Einsatz legten die Münchner los. Zweite Minute: Niklas Hede, der alte Fuchs, erstocherte sich hinter dem Schwenninger Tor den Puck. Legte rein auf Mark Heatley, im Nachschuss traf Neville Rautert zum 1:0. Die rund 350 mitgereisten Münchner Fans jubelten zum ersten Mal. Die Münchner hatten ihre Hand schon in Richtung Meisterschaft ausgestreckt. Gleich drauf dribbelte sich David Wrigley frei, vergab aber gegen Schwenningens Torwart Steve Silverthorn. Und das rächte sich schon im Gegenangriff: Der EHC ließ die Gastgeber allzu ungedeckt agieren – Brock Hooton schoss in der 4. Minute das 1:1. Ein Treffer mitten in die Münchner Träume.

In der Folge bekam der Münchner Torwart Sebastian Elwing einiges zu tun. Seine Vorderleute wirkten in der Defensive unsortiert. Das lag wohl auch am Ausfall Dominic Augers. Der Star-Verteidiger musste mit Migräne passen, Daniel Sevo rückte in den Kader auf. Auch vorne lief es lange nicht viel besser, die Münchner passten ungenau und zogen nicht mit dem letzten Willen auf das Schwenniger Tor. Hatte der EHC etwa Angst vor dem großen Wurf?

Im zweiten Drittel aber spielten sich Wrigley & Co. wieder einige Chancen heraus, zwingend wirkte Pat Cortinas Mannschaft jedoch nie. Das Dusel des EHC: Gleiches galt auch für Schwenningen. Die beiden Mannschaften rieben sich im Kampf auf – selbst die Torhüter wurden nicht von Checks und Stockschlägen verschont. Sie waren die auffälligsten Akteure: Elwing hielt, was zu halten war, Silverthorn profitierte von Münchens ungenauen Schüssen, hielt aber auch zweimal glänzend gegen freistehende Münchner. Hüben wie drüben – der Puck kullerte einfach nicht ins Tor. Doch Trainer Pat Cortina blieb ruhig, er vertraute seiner Mannschaft.

Warum? Weil er weiß, was für ein Team er betreut: ein Siegerteam, eines, das nie aufhört zu kämpfen. Das zahlte sich aus: Vier Minuten vor Schluss die Entscheidung: Wrigley windet sich durch drei Gegner und trifft – 2:1. Und 35 Sekunden vor Schluss trifft Wrigley dann ins leere Tor. Danach ging die Meisterparty los. Und die endet hoffentlich erst mit dem Aufstieg in die DEL – denn die Liga hat dieses Team verdient!

Martin Wimösterer

Auch interessant

Meistgelesen

Drama um Sport-Idol: Kollegin schickt letzte Gänsehaut-Botschaft an die Weltmeisterin
Drama um Sport-Idol: Kollegin schickt letzte Gänsehaut-Botschaft an die Weltmeisterin
Oberstdorf plant Nordische Ski-WM mit voller Zuschauerkapazität
Oberstdorf plant Nordische Ski-WM mit voller Zuschauerkapazität

Kommentare