EHC skalpiert die Indians mit 7:0

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Nur selten kamen die Hannover Indians vor das Tor des EHC München - außer kleinen Keilereien sprang für die Gäste auch nichts zählbares heraus.

München - Der EHC München hat seine Tabellenführung verteidigt. 7:0 gewann die Mannschaft von Pat Cortina gegen harmlose Hannover Indians.

Der EHC dominierte die Partie nach Belieben, tat aber anfangs nicht mehr als nötig. Die Tore durch Dave Reid (20.) und Martin Schymainski (34.) fielen jeweils in Überzahlspielen. Trainer Pat Cortina analysierte: „Unsere Offensive hatte zu Beginn kein Selbstvertrauen.“

Im dritten Drittel drehten die Münchner auf und zeigten, dass hier der Tabellenerste gegen den -letzten spielt: David Wrigleys 3:0 in der 41. Minute ging eine hervorragende Kombination mit Austin Wycisk voraus, danach erhöhten Neville Rautert, Kevin Lavallee und Dylan Gyori im Minutentakt auf 6:0. Mike Kompon traf schließlich zum 7:0 (10.).

Stürmer Mario Jann: „Wir sind konditionell fitter als unsere Gegner und auch eingespielter. Ich kann die Scheibe blind hinter das Tor spielen, weil ich weiß, dass Rautert und Hede dort hinfahren.“ Gegen Ende des Spiels verließen die Indians kaum mehr ihr Reservat, das eigene Drittel. Die einzige heftige Gegenwehr der Gäste zeigte Torwart Benjamin Voigt, der EHC-Stürmer Martin Buchwieser an die Bande checkte.

Während die mitgereisten Hannover-Anhänger den Rauswurf ihres Trainers forderten, feierten die EHC-Fans ihre Mannschaft.

Beim Freitagsspiel war die Siegesserie des EHC München jedoch erst einmal gerissen. Die Mannschaft von Trainer Pat Cortina verlor nach sechs Siegen in Folge mit 0:1 beim SC Riessersee. Manager Christian Winkler nach der ersten Saisonpleite: „Riessersee war einfach bissiger und hat sich den Sieg verdient. Mit Glück hätten wir aber im dritten Drittel auch noch gewinnen können, da haben wir gekämpft.“

Ein starkes Drittel war aber zu wenig gegen die Mannschaft um Routinier Sepp Lehner, den laut Winkler auch der EHC vor der Saison haben wollte. Riessersee nahm die technisch überragenden Münchner hart ran und setzte auf eine kompakte Abwehr. Winkler: „So muss man spielen, um eine Chance gegen uns zu haben.“ In einem über weite Strecken ausgeglichenen Spiel machten die Angriffsreihen den Unterschied. Joey Vollmer im EHC-Tor verhinderte mit einigen Glanzparaden, dass das Spiel schon vor dem letzten Drittel entschieden war.

tz

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