1. tz
  2. Sport
  3. Wintersport

Spider Murphys heizen dem EHC ein …

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
Normalerweise beginnen die EHC-Abende mit AC/DC und Hells Bells – am Dienstag Abend übernimmt Rock’n’Roller Günther Sigl (schwarzes Hemd) mit seiner Spider Murphy Gang. © Bodmer

München - Endlich Rock’n’Roll! Am Dienstag Abend startet der EHC in die Play-offs. Im ersten von maximal sieben Viertelfinal-Spielen gegen die Lausitzer Füchse sollte München ganz klar den Ton angeben.

Viermal haben die beiden Mannschaften in der regulären Saison gegeneinander gespielt – viermal hat der EHC gewonnen. Und falls unsere Eishockey-Cracks trotzdem noch nicht so richtig im Rhythmus sein sollten? Wär auch kein Problem.

Denn: Vor dem Spiel tritt die Spider Murphy Gang zusammen mit den Cagey Strings in der Olympia-Eishalle auf. Hits wie Skandal im Sperrbezirk werden den Spielern und den Fans ab 18 Uhr so richtig einheizen, bevor um 20 Uhr der Sport die Bühne übernimmt. Natürlich mit von der Partie: Günther Sigl, Bassist, Sänger und Gründungsmitglied der Spider Murphy Gang. Der verrät im tz-Interview, wann er zum ersten Mal beim Eishockey war, wie er sich mit 63 Jahren fit hält und warum Sport eigentlich gar nicht so gesund ist.

Herr Sigl, was wissen Sie über Eishockey?

Sigl: Nun, ich weiß, dass jetzt die Play-offs beginnen und der EHC gern aufsteigen würde. Das war’s aber schon wieder. Die Namen von früher wie Füssen, Landshut oder Tölz spielen ja fast keine große Rolle mehr. Heute heißen die alle Ice Tigers oder Freezers oder so und kommen aus Berlin und Hamburg. Es wird Zeit, dass der EHC aufsteigt, damit München auch wieder mal national in der besten Liga vertreten ist.

Popstars und ihre früheren Berufe

Wann waren Sie zum ersten Mal beim Eishockey?

Sigl: Mein Vater hat mich mitgenommen, als ich fünf oder sechs Jahre alt war. Wir haben in Landsberg gewohnt, und ich habe die Spiele dort gesehen. Selber habe ich nie gespielt und bin auch nicht Schlittschuh gelaufen. Ich war mehr der Turner. Und Baseball haben wir gespielt. Das haben die Amis eingeführt. Da gingen etliche Scheiben in der Nachbarschaft zu Bruch.

Sie sind im Februar 63 Jahre alt geworden – wie halten Sie sich fit?

Sigl: Wir spielen über die Frühlings-, Sommer-, und Herbstmonate oft bis zu zehn Konzerte in Bierzelten pro Monat. Wenn du da innerhalb von zwei Stunden etliche Liter Wasser verlierst, dann weißt du, dass du was getan hast.

Also kein aktiver Sport?

Sigl: Früher bin ich gelaufen oder Ski gefahren. Jetzt gehe ich ausgiebig spazieren. Ich rauche und trinke nicht, habe gute Gene. Mein Vater wird heuer übrigens 90 Jahre alt. Und überhaupt: Zu viel Sport ist nicht gesund. Da gibt es welche, die mit 60 Jahren meinen, dass sie noch einen Marathon laufen müssen, und dann klappen sie tot zusammen. Oder diejenigen, die in kurzer Kleidung auf die Zugspitze laufen und dann erfrieren…

Wenn der EHC bei Ihnen wegen einer Vereinshymne anfragen würde…

Sigl: …dann würde ich wahrscheinlich absagen. Ich stehe nicht so auf die Glorifizierung, ich stehe nicht so auf den „Stern des Südens“. Ich sehe die Dinge lieber mit einem kritischen Auge. Wir schreiben keine Bombast-Hymnen. Wobei es mir schon gefällt, wenn beim FC Bayern bei Toren ab und zu eine unserer Nummern eingespielt wird.

Interview: Matthias Würfl

Auch interessant

Kommentare