EHC-Manager Winkler: Wir wollen in die DEL!

+
Trainer Pat Cortina (links) und Manager Christian Winkler.

München - Donnerstagmittag, 11.15 Uhr, Flughafen Düsseldorf: Christian Winkler, Manager des EHC München, muss beim Rückflug von seinem Amerika-Aufenthalt einen Zwischenstopp einlegen.

Einen Tag vor dem 3:2-Sieg des EHC gegen die Schwenninger Wildwings erwischte ihn die tz für das Halbzeit-Interview, nachdem 26 der 52 Spiele in der Hauptrunde der Eishockey Bundesliga absolviert waren.

Herr Winkler, um was ging’s bei Ihrem Amerika-Trip?

Winkler: Ich war auf einen Geburtstag eingeladen und habe das zum Anlass gemacht, mir drei Eishockeyspiele anzuschauen. Es waren Teams aus der East Coast Hockey Leauge, das ist da drüben so die zweite, dritte Liga. Interessant deshalb, weil von dort viele Spieler in die Eishockey Bundesliga wechseln.

Und: Gab es neue Erkenntnisse?

Winkler: Ja – das Niveau ist sehr gesunken. Von 60 Spielern die ich gesehen habe, könnte ich mir bei uns maximal drei bis vier vorstellen. Im Umkehrschluss bin ich deshalb mit dem, was wir an Kontigentspielern haben, sehr zufrieden.

Zum sportlichen Teil der Halbzeitanalyse: Wie zufrieden sind Sie mit dem bisher Erreichten?

Winkler: Überaus zufrieden, wir sind voll im Soll. Es kommt dabei nicht so sehr auf den zweiten Tabellenplatz an, sondern wie die Mannschaft auftritt. Ob du da erster, zweiter oder dritter bist ist eher egal.

Ein Garant für den Erfolg ist Trainer Pat Cortina. Sie haben mal im Spaß gesagt, dass sie ihm gerne einen Zehnjahresvertrag anbieten würden. Ein wenig Ernst war da aber auch dabei, oder?

Winkler: Ein bisschen, ja. Er hat ja für die kommende Saison einen Vertrag, aber dennoch werde ich mich mit ihm bald zusammensetzen und über ein darüber hinaus gehendes Engagement verhandeln.

Weniger erfreulich ist die Verletzenmisere…

Winkler: Das zieht sich wie einen roter Faden durch die Saison. Bei gerade mal zwei von 25 Spielen waren wir komplett. Dass wir aber dennoch an zweiter Stelle sind, spricht für unseren Kader.

Was sie wiederum freuen dürfte, sind andere Zahlen: die der Zuschauer…

Winkler: Stimmt. Da erleben wir ein durchschnittliches Plus von 300 Besuchern. Dennoch ist immer noch Luft nach oben.

Nach oben könnte es ja sowieso gehen…

Winkler: Ich mag jetzt nicht um den heißen Brei reden. Wir wollen Meister werden und in die DEL aufsteigen – wenn die Rahmenbedingungen stimmen.

Wie sieht es denn mit den Finanzen aus?

Winkler: Unser kaufmännischer Leiter Marcel Porsche macht einen super Job. Und in den nächsten Wochen und Monaten werden sicherlich Sponsoren hinzukommen.

Interview: Matthias Würfl

Auch interessant

Kommentare