Eindrucksvolles Comeback

Eisbären stehen vor Titel-Hattrick

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Die Eisbären Berlin um Keeper xx stehen vor dem Gewinn der deutschen Eishockey-Meisterschaft

Köln - Titelverteidiger Eisbären Berlin hat sich eindrucksvoll zurückgemeldet und auf dem Weg zu seiner siebten deutschen Eishockey-Meisterschaft den ersten Matchball erspielt.

Die Mannschaft von Trainer Don Jackson kam am Freitag im dritten Finalspiel der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zu einem am Ende turbulenten 6:3 (1:1, 3:0, 2:2) bei den Kölner Haien. Damit bestätigte sich der Heimfluch im Duell der beiden Teams erneut. Nach drei Auswärtssiegen steht es in der Serie „Best of Five“ nun 2:1 für die Berliner, die bereits am Sonntag (14.30 Uhr) mit einem Sieg im vierten Spiel vor eigener Kulisse die erfolgreiche Titelverteidigung perfekt machen können.

„Wir wollten zurückschlagen nach Spiel zwei und ich denke, wir haben gut gearbeitet. Wir haben genau zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht. Es wird am Sonntag ein großes und hartes Spiel“, sagte Eisbären-Goalie Rob Zepp bei Servus TV.

Wurfgeschosse in Stadien: Bierbecher, Sellerie, eine Katze und Dildos

1.4.2011: Beim Spiel St. Pauli gegen den FC Schalke 04 wurde Schiedsrichter-Assistent Thorsten Schiffner von einem Bierbecher getroffen. Das Spiel wurde abgebrochen. Hier sehen Sie weitere Geschosse, die auf Spielfelder jeglicher Sportarten geworfen wurden. Einige davon sind sehr skurril - aber gefährlich sind die meisten allemal. Also: Bitte nicht nachmachen! © Getty
Thorsten Schiffner war nicht der erste Schiedsrichter-Assistent, der von einem Becher getroffen wurde. 2006 streckte Kai Voss beim DFB-Pokal-Spiel zwischen Stuttgarter Kickers und Hertha BSC ein Bierbecher nieder. © getty
Deutschlands Torhüter bei der Weltmeisterschaft 1974 wurde von einem Gymnasiasten 1971 mit einem Messer beworfen. Er wurde aber - zum Glück - nicht getroffen. © dpa
Ein Motorroller im Stadion (hier mit Uli Hoeneß am Steuer) ist schon ungewöhnlich. Erst recht beim Mailänder Derby 2001: Dort versuchten Stadionbesucher einen Roller von der Tribüne zu werfen. © getty
Frank Baumann (M.) erwischte es während eines Bundesligaspiels. Er wurde im November 2008 von einem Handy-Akku getroffen. © getty
Im Carling-Cup-Finale 2007 zwischen dem FC Chelsea und dem FC Arsenal flog Sellerie von den Rängen. Arsenals Fabregas kann es nicht verstehen. Die Fans des FC Chelsea sangen bei fast jedem Spiel ein nicht jugendfreies Lied, in dem auch das Gemüse vorkommt. © getty
Beim UEFA-Cup-Spiel zwischen NEC Nijmegen und dem HSV traf Schiedsrichter Darko Ceferin ein undefiniertes Wurfgeschoss am Kopf. Das Spiel musste unterbrochen werden. © getty
Anders Frisk wurde beim Champions-League-Spiel zwischen AS Rom und Dynamo Kiew von einem Wurfgeschoss getroffen und musste mit einer Platzwunde vom Platz. © getty
Oliver Kahn traf am 12. April 2000 in Freiburg ein Golfball. Blutüberströmt musste er von Uli Hoeneß zurückgehalten werden, da er völlig außer sich war. © ap
FC Liverpool - AFC Sunderland im Oktober 2009: Ein großer roter Strandball wurde aufs Spielfeld geworfen. Dort landete er im Liverpooler Strafraum, wo der Ball einen Schuss unhaltbar für José Reina abfälschte. Das Spiel endete 0:1.  © getty
Halbfinale UEFA-Cup: Hamburger SV gegen Werder Bremen: Stand 1:2 für Bremen. Diese Papierkugel lenkte einen Ball entscheidend zur Ecke ab, die prompt das 1:3 für die Werderaner brachte. Trotz des Anschlusstreffers drei Minuten vor Schluss schied Hamburg aus. © dpa
Auch Toilettenpapier fliegt regelmäßig auf den Rasen. Hier beim Spiel FC Bayern gegen den 1. FC Nürnberg. Raphael Schäfer, Torhüter des "Clubs", zeigte sich aber unbeeindruckt. © getty
Im Carling-Cup-Halbfinale gegen den Ortsrivalen ManU wurde Craig Bellamy 2010 von einer Münze am Kopf getroffen. Eine heranfliegende Bierflasche flog knapp an ihm vorbei. © getty
Mailänder Derby 2005: Im Champions-League-Viertelfinale wurde AC Milans Torhüter Dida von Leuchtraketen getroffen und sank zu Boden. Das Spiel wurde abgebrochen. © dpa
Neben Leuchtraketen und einer Rumflasche warfen Zuschauer 2006 auch eine Katze auf das Spielfeld: Geschehen beim Derby zwischen Real Betis und FC Sevilla. © dpa
Viele Ratten wurden bei den Florida Panthers ab 1992 aufs Spielfeld geworfen. Grund: Scott Mellanby tötete eine Ratte in der Kabine mit dem Stock und traf danach zwei Mal. 1996 wurde diese Sitte verboten. © dpa
Super-League-Spiel zwischen Luzern und Basel am 7.November 2010: Fans des FC Basel warfen Tennisbälle auf das Spielfeld. Damit sollte gegen die frühe Anstoßzeit der Partie protestiert werden, welche auf Druck des Schweizer Fernsehens und wegen des Finals der Swiss Indoors in Basel vorverlegt wurde. © dpa
Ein Schweinekopf flog im Camp Nou beim "Clasico" zwischen Real Madrid und FC Barcelona aufs Spielfeld. Damit wollten die Fans von Barca ihre Meinung zum Wechsel von Luis Figo von Barcelona zu Real zeigen. © dpa
Stadionsitze sind, besonders in Südamerika, beliebte Wurfgeschosse. Allerdings auch in Europa kommt es vor, dass Sitze aufs Spielfeld fliegen, so auch 2000 beim Spiel Sevilla gegen Atletico Madrid. © dpa
Paul hatte Glück, in einem Aquarium zu leben. In der NHL wurden bei Siegen der Detroit Red Wings Tintenfische regelmäßig aufs Eis geworfen. Das hatte Tradition, da 1952 ein Besitzer eines Fischlokals immer ein Oktopus aufs Feld warf, der für die Play-offs einen Sieg bescheren sollte. Das schwerste Tier wog 25 Kilo. © dpa
Zahlreiche Dildos flogen im Oktober 2008 im Spiel zwischen AIK Stockholm gegen Leksand aufs Eis. Die Fans des Stockholmer Eishockey-Klubs zeigten damit ihren Unmut über Jan Huokko, der sich zum Jahresanfang einen Sexskandal leistete. © dpa

Durch Treffer von Julian Talbot (2. Minute), James Sharrow (22.), Mark Katic (30.), Mads Christensen (36./60.) und André Rankel (59.) sicherten sich die Berliner vor 18 649 Zuschauern wie schon beim 4:2 fünf Tage zuvor den Sieg in der Lanxess-Arena. Die Treffer für die Kölner, die letztmals 2002 den Titel geholt hatten, durch Rok Ticar (5.), Ales Kranjc (57.) und Marco Sturm (58.) waren zu wenig. Damit halten nun wieder die Berliner die Trümpfe in der Hand. Doch zu sicher dürfen sie sich nicht fühlen. In sieben Aufeinandertreffen mit den Haien in dieser Saison gab es sieben Auswärtssiege. Ein mögliches fünftes und entscheidendes Spiel würde am Mittwoch (19.30 Uhr) wieder in Köln stattfinden.

„Wenn wir Meister werden wollen, müssen wir mindestens einmal zu Hause gewinnen“, hatte der Kölner Starstürmer Sturm vor dem dritten Aufeinandertreffen noch gesagt. Doch das Unterfangen begann für die Rheinländer denkbar ungünstig. Es war noch keine Minute gespielt, als Christopher Minard auf die Strafbank musste und die Eisbären zu ihrer ersten Überzahl-Situationen kamen. Und diesmal funktionierte das Powerplay im Gegensatz zum vergangenen Dienstag auf Anhieb besser. Talbot brachte die Eisbären bereits nach 84 Sekunden in Führung.

Wer aber gedacht hätte, dass die Kölner fortan ähnlich nervös und fahrig agieren wie im ersten Duell, sah sich getäuscht. Die Krupp-Mannschaft übernahm das Kommando und kam auch schnell zum Ausgleich. Einen Schlagschuss von Marcel Ohmann ließ Eisbären-Goalie Rob Zepp nach vorne abprallen, Ticar bedankte sich aus kurzer Entfernung. Und es hätte bei guten Möglichkeiten von Charles Stephens, John Tripp (beide (7.) oder Ticar (11.) noch schlimmer für die Berliner kommen können.

Doch auch der Meister blieb bei seinen Angriffen brandgefährlich. Das zeigte sich im zweiten Drittel, das fast wie das erste begann. Diesmal dauerte es 111 Sekunden, ehe das Team von Jackson die Kölner mit der erneuten Führung schockte. Sharrow war es, der mit einem satten Schuss den Kölner Schlussmann Danny aus den Birken bezwang. Und die Berliner, denen beim 1:3 am Dienstag noch Müdigkeit nachgesagt worden war, blieben am Drücker und verschafften sich durch Katic und Christensen einen komfortablen Drei-Tore-Vorsprung.

Die Haie waren dagegen fast nur noch in Überzahl-Situationen gefährlich, vergaben dabei aber zunächst beste Chancen sträflich. Nach dem späten Doppelschlag durfte Köln noch einmal hoffen, doch mit zwei Treffern ins leere Tor jubelte am Ende Berlin.

dpa

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