Eisbären und Scorpions schauen in die Röhre

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Die Pucks werden in der neuen Saison in der Champions League nicht ins Tor gejagt - die europäische Königsklasse findet nämlich gar nicht statt.

Berlin - Nach nur einer Austragung wird es in der kommenden Saison keine Champions League im Eishockey geben. Der Weltverband IIHF sagte die Austragung am Montag aus wirtschaftlichen Gründen ab.

Betroffen davon sind auch der deutsche Meister Eisbären Berlin, der bei der Premiere nur knapp das Halbfinale verpasst hatte, und die Hannover Scorpions. Die Niedersachsen sollten eigentlich in der Qualifikation antreten. Die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) reagierte in einer Mitteilung mit Befremden auf die Absage. “Die Clubs haben Spieltermine geblockt und die CHL in ihren Etat-Planungen berücksichtigt. Wir werden nun mit unseren qualifizierten Clubs und unseren befreundeten Ligen in Hockey Europe prüfen, inwieweit rechtliche Ansprüche aus diesem Vertrag bestehen“, erklärte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke.

Wie der Schweizer IIHF-Präsident René Fasel erklärte, seien die ursprünglichen Investoren aus dem Drei-Jahres-Vertrag für die Champions League ausgestiegen, Ersatz sei bis zu einer am Montag gesetzten Frist trotz Verhandlungen mit anderen Geldgebern nicht gefunden worden. Das Preisgeld in zweistelliger Millionenhöhe war vor allem durch Firmen aus Russland finanziert worden. Allein Überraschungssieger ZSC Lions aus Zürich hatte als Siegprämie eine Million Euro erhalten. Fasel strebt nun eine Neuauflage der Champions League im Jahr 2010 an und stellte eine Beteiligung der nordamerikanischen Profiliga NHL in Aussicht.

dpa

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