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Russlands "rote Maschine": 36:0 gegen Deutschland

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Russen-Kapitän Ilja Kowaltschuk. © dpa

Köln - Die “rote Maschine“ rollt: Aufgepumpt von der Prügel- Party gegen Olympiasieger Kanada nehmen sich Russlands Eis-Zauberer nun zum zweiten Mal die deutschen Puck-Helden vor.

 “Das wird ein großer Spaß“, versprach Kapitän Ilja Kowaltschuk vor dem Traum- Halbfinale der Eishockey-WM am Samstag in Köln (18.00 Uhr/Sport 1). Zwei Siege fehlen dem Rekord-Weltmeister nach dem spektakulären 5:2 gegen Erzrivale Kanada noch zum Titel-Hattrick. Gegen den WM-Gastgeber ist die “Sbornaja“ turmhoher Favorit. “Es wird aufregend“, meinte Veteran Sergej Fjodorow.

Mehr als höflichen Respekt können die Deutschen vom Team um Superstar Alexander Owetschkin nicht erwarten. “Wir schauen uns jetzt das Video von ihrem Sieg gegen die Schweizer an, dann machen wir unseren Plan“, sagte Trainer Wjatscheslaw Bykow. Die 36 WM-Duelle gegen deutsche Mannschaften haben die Russen alle gewonnen und dabei 285 Tore erzielt. Immerhin brachte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes die “roten Riesen“ beim 2:3 in der Zwischenrunde am vorigen Samstag mächtig in Bedrängnis.

So prügelten sich die Deutschen und die Schweizer nach dem Halbfinale

“Sie spielen gutes Eishockey, schon das ganze Turnier. Ich bin nicht überrascht, dass wir sie im Halbfinale wiedertreffen“, sagte Altmeister Fjodorow. “Jeder Gegner ist jetzt schwer“, urteilte Torjäger Pawel Dazjuk. “Wir müssen einfach mehr Tore erzielen als sie.“ Das allerdings ist den Russen zuletzt gegen jeden Kontrahenten gelungen. Seit drei Jahren und 26 Partien ist der 25-malige Champion bei Weltmeisterschaften unbezwungen.

Daran konnten auch die jungen Kanadier am Donnerstagabend nichts ändern. “Wir haben es Euch heimgezahlt“, höhnte die russische Zeitung “Sport Express“ nach dem Erfolg im Giganten-Duell. Mit dem 5:2 nahm der Titelverteidiger süße Rache für das 3:7-Debakel im Olympia- Viertelfinale von Vancouver. “Das fühlt sich gut an, es war ein riesiger Sieg“, jubelte Denis Grebeschkow.

Keinen Meter Eis hatten beide Teams preisgegeben, immer wieder flogen die Fäuste. 78 Strafminuten verhängten die Referees. “Es war ein sehr emotionales Spiel“, befand Coach Bykow. Zwischen den Raufereien allerdings gaben die Russen den Kanadiern ein paar Lektionen in perfektem Offensiv-Eishockey. Vor allem der zweimalige Torschütze Jewgeni Malkin von den Pittsburgh Penguins war kaum zu bremsen. “Vollkommene Revanche“, schrieb “Sowjetski Sport“.

Nun will die “Sbornaja“ gegen die Deutschen das nächste Schaulaufen auf dem Weg zu Gold folgen lassen. “Das Publikum wird eine große Rolle spielen“, warnte Coach Bykow. Torjäger Fjodorow dagegen hofft auf eine rappelvolle Kölner Arena: “Die Atmosphäre wird bestimmt wieder großartig.“

dpa

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