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Eishockey-Deutschland in Trauer: 18-Jähriger stirbt nach hartem Zweikampf

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Von: Patrick Huljina

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Die leere LANxess Arena in Kölön vor einem Eishockey-Spiel
Ein Eishockey-Nachwuchsspieler der Löwen Frankfurt ist nach einem harten Zweikampf verstorben. (Symbolbild) © Horn/Eibner-Pressefoto/IMAGO

Eishockey-Deutschland ist erschüttert. Bei einem Nachwuchsspiel stürzte ein 18-Jähriger unglücklich. Wenige Tage später erlag er seinen Kopfverletzungen.

Frankfurt - Bei einem Eishockey-Spiel in der Nachwuchsliga DNL III ist es zu einem tragischen Unglück gekommen. Ein Nachwuchsspieler des Eishockey-Zweitligisten Löwen Frankfurt stürzte in die Bande und fiel dabei derart unglücklich, dass er sich schwerste Kopfverletzungen zuzog. Fünf Tage nach dem harten Zweikampf ist der 18-Jährige seinen Verletzungen erlegen und am Donnerstag (23. Dezember) verstorben. Das teilte der DEL2-Klub mit.

Eishockey-Deutschland in tiefer Trauer: 18-Jähriger stirbt nach hartem Zweikampf

„Nach langen und intensiven Bemühungen der Ärzte und Betreuer in den letzten Tagen versetzt die Nachricht uns in einen Schockzustand und in tiefe Trauer“, sagte Patrick Steingraf, Vorstand Sport beim Nachwuchs der Löwen Frankfurt. „Für die Familie ist dies nach Tagen des Hoffens und Bangens das Schlimmste, was man sich vorstellen kann“, erklärte er.

Der Deutsche Eishockey Bund (DEB), die Deutsche Eishockey Liga (DEL) und die DEL2 drückten in einer gemeinsamen Mitteilung ihr Beileid aus. Man sei „fassungslos angesichts der tragischen Nachricht“ und spreche den Angehörigen und Betroffenen „tief empfundenes Beileid und Mitgefühl“ aus. In den Stadien der DEL, der DEL2 und den Oberligen wurde für die Partien am Donnerstag sowie am zweiten Weihnachtsfeiertag bundesweit eine Schweigeminute angesetzt.

Eishockey-Deutschland in tiefer Trauer: Bruder musste Unglück mit ansehen

Der Zweikampf in der Partie gegen die Roten Teufel Bad Nauheim sei zwar hart gewesen, aber „etwas, das zum Eishockey wie auch zu vielen anderen Sportarten dazu gehört“, sagte Steingraf. Der Spieler sei direkt operiert worden, die Ärzte hätten alle medizinisch verfügbaren Möglichkeiten ausgeschöpft.

„Der Sportbetrieb ruht bis auf Weiteres, so wie es sich in dieser Situation gehört“, teilte Steingraf weiter mit. Der Bruder des Spielers läuft ebenfalls für die U20 des DEL2-Klubs auf und hat das tragische Unglück miterleben müssen. „Und wir denken auch an den Gegenspieler der Roten Teufel Bad Nauheim, für den das Ganze sicher auch schwer zu verkraften sein dürfte“, so Steingraf. (ph/SID)

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