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Eishockey-WM 2022: Deutschland - Alle Infos zum DEB - Gründung, Trainer, Erfolge

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DEB-Jahrhunderttrainer Xaver Unsinn (Mitte) im Jahr 2000 mit einem All-Star-Team
DEB-Jahrhunderttrainer Xaver Unsinn (Mitte) im Jahr 2000 mit einem All-Star-Team © Frank_Mächler / dpa

Die deutsche Nationalmannschaft vertritt den Deutschen Eishockey-Bund bei Turnieren. Der Verband nimmt unter anderem den Bundestrainer unter Vertrag.

Füssen - Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) ist der Verband, der mit der Organisation des deutschen Profi-Eishockeys betraut ist. Seine Gründung fand zwar in Krefeld statt, allerdings ist Füssen der Sitz des Verbands. Die Geschäftsstelle des DEB befindet sich wiederum in München. 2014 wurde Franz Reindl Präsident des Verbands, dem Präsidium gehören zudem Marc Hindelang, Berthold Wipfler und Daniel Hopp an. Reindl und Hopp stehen jedoch bei der Präsidiumswahl am 7. Mai 2022 nicht mehr zur Verfügung. Dem DEB gehören die 16 Landeseissportverbände an, dazu die Clubs der Deutschen Eishockey Liga (DEL) und der DEL2.

Darüber hinaus sind alle Vereine Mitglieder im DEB, die an der Oberliga, der Fraueneishockey-Bundesliga oder einem anderen vom DEB organisierten Wettbewerb teilnehmen. Der Verband ist zudem dafür verantwortlich, dass Deutschland eine konkurrenzfähige Nationalmannschaft zu internationalen Turnieren schickt. Dazu gehört auch die Beschäftigung eines Bundestrainers. Die längste Amtszeit seit dem Zweiten Weltkrieg kann Xaver Unsinn (82, † 2012) vorweisen. Er war zunächst von 1975 bis 1977 und dann von 1982 bis 1990 Trainer der Nationalmannschaft. Seit 2018 wird das Team von Toni Söderholm trainiert.

Deutscher Eishockey-Bund: Die Geschichte

Der Vorläufer des Deutschen Eishockey-Bundes war der Deutsche Eislaufverband. Seine Gründung fand im Jahr 1888 statt. Der Verband war nicht nur für Eishockey, sondern für sämtliche Eissportarten zuständig. So organisierte er ab 1891 die Deutschen Meisterschaften im Eiskunstlauf und ab 1897 die nationalen Meisterschaften im Eisschnelllauf. Die erste Deutsche Meisterschaft im Eishockey fand 1912 statt. Nachdem der Verband in den 1930er-Jahren von den Nationalsozialisten aufgelöst wurde, wurde im September 1949 der Deutsche Eissport-Verband gegründet.

Darin entstand im März 1962 der Deutsche Eishockey-Verband, der sich spezifisch um die Belange der Eishockey-Vereine kümmern wollte. Allerdings wurde er nur einen Monat später wieder aufgelöst. Im Juni 1963 wurde stattdessen in Krefeld der Deutsche Eishockey-Bund gegründet. Er veranstaltete fortan die obersten deutschen Spielklassen und war zudem für die Nationalmannschaft zuständig. Seit 1994 liegt die Organisation der Eishockey-Bundesliga in den Händen der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Allerdings sind die Clubs der Liga seit 2015 wieder Mitglieder des DEB. Zudem ist der Verband der Veranstalter der Oberliga.

Deutscher Eishockey-Bund: Die Erfolge der Nationalmannschaft

Zu Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften entsendet der Deutsche Eishockey-Bund die Nationalmannschaft – so auch zur Eishockey-WM 2022. Hier findet ihr den TV-Sendeplan und den Spielplan der deutschen Mannschaft. Sein erstes Spiel am 10. Januar 1910 im Schweizer Montreux verlor das Team mit 0 : 1 gegen Großbritannien. Die Partie fand im Rahmen der Europameisterschaft 1910 statt, bei der Deutschland noch zwei Matches gewann und das Turnier schließlich mit dem zweiten Platz beendete. Auch 1911 und 1914 holte die Nationalmannschaft die Silbermedaille bei der EM.

Die größten Erfolge in der Geschichte des DEB waren die Triumphe bei den Europameisterschaften 1930 und 1934. Beide Entscheidungen fielen im Rahmen von Weltmeisterschaften, wobei Deutschland jeweils das beste europäische Team war. 1930 landete Deutschland beim globalen Turnier hinter Kanada auf dem zweiten Platz. Dies ist bis heute die beste Platzierung des DEB bei der Eishockey-WM. Wiederholt wurde sie 1953, als die deutsche Nationalmannschaft hinter Schweden Silber gewann. Bei den Olympischen Spielen schaffte es Deutschland drei Mal aufs Treppchen. Das sind die olympischen Erfolge des DEB-Teams:

Von Alexander Kords

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