WM 78: Die Epple-Schwestern und der stille Schwede

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Die deutsche Skirennläuferin Maria Epple auf dem Weg zum WM-Titel im Riesenslalom am 4. Februar 1978 während der alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Garmisch-Partenkirchen.

Garmisch-Partenkirchen - Die Bilder der WM 1978 sind aus einer komplett anderen alpinen Zeit: Extrem lange Skier, Zuschauer direkt an einer Strecke ohne kilometerlange Fangnetze. Aus deutscher Sicht ragte Maria Epples Sensationssieg heraus.

Es war eine der größten Überraschungen der Alpin-Geschichte: Eine 18-Jährige aus Seeg im Allgäu sorgte bei der WM 1978 in Garmisch-Partenkirchen für den einzigen deutschen Sieg. Maria Epple siegte im Riesenslalom und krönte nach vier deutschen Silbermedaillen die Erfolgsbilanz der Gastgeber. Ihre zwei Jahre ältere Schwester Irene hatte an diesem 4. Februar auf der Horn-Strecke nach dem ersten Lauf geführt, doch dann fiel die Abfahrts-Zweite noch auf Platz vier zurück.

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“Die schönste Erinnerung ist die, dass mich die Irene so umarmt hat und sich selber so gefreut hat mit mir“, sagte “Marile“ Epple- Beck unlängst dem Bayrischen Rundfunk. “Wir hatten in der Familie eine Gold- und Silbermedaille. Was will man mehr“, erklärte Irene. Die spätere Ärztin heiratete nach Ende ihrer Laufbahn den früheren Bundesfinanzminister Theo Waigel.

Die Epple-Schwestern hatten bei der bislang einzigen Alpin-WM auf deutschem Boden die Lücke geschlossen, die Rosi Mittermaier nach Doppel-Gold und Silber bei Olympia 1976 in Innsbruck hinterlassen hatte. “Gold“-Rosi fieberte nach ihrem Rücktritt am TV-Mikrofon mit. Pamela Behr, die später den FIS-Funktionär Christian Knauth heiratete, wurde Slalom-Zweite.

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Sepp Ferstl galt nach seinem Sieg auf der berüchtigten Streif von Kitzbühel als Mitfavorit in der Abfahrt, doch der Siegsdorfer fuhr auf Platz vier 3/100 Sekunden an der Bronzemedaille vorbei. Dafür gewann Michael Veith (Tegernsee) WM-Silber auf der Kandahar, 7/100 hinter dem Österreicher Sepp Walcher. Ferstl konnte sich mit Platz zwei in der Kombination trösten.

Zehntausende verfolgten die Rennen an Kandahar, Horn und Gudiberg hautnah. “Ich hab' sogar - damals fuhr man ja noch nicht mit Helm im Riesenslalom, sondern mit Mützen - die Leute schreien gehört“, erinnerte sich Irene Epple-Waigel. Kilometerlange Fangzäune gab es noch nicht, dafür das Bad in der Menge nach dem Zieleinlauf.

Seinen Heimvorteil konnte der Garmischer Christian Neureuther nicht nutzen. Der spätere Ehemann von “Gold-Rosi“ und Vater von Felix Neureuther kam nicht über Platz sechs hinaus. Ingemar Stenmark, der stille Schwede, gewann nach dem Riesenslalom sein zweites WM-Gold. Drei weitere WM-Titel sollten später folgen. Stenmark sammelte im Werdenfelser Land eben so viele Titel wie die Österreicherin Annemarie Möser-Pröll (Abfahrt und Kombination, dazu Bronze im Riesenslalom). Mit vier Siegen räumte Österreich die Hälfte der möglichen Gold-Medaillen ab.

Die Stars von einst werden 33 Jahre später ihren Nachfolgern zusehen. “Klar werden wir da sein und die Daumen drücken“, sagt Irene Epple-Waigel. “Es ist einfach etwas ganz Besonderes, eine Ski-WM im eigenen Land hautnah zu erleben.“

Von Marc Zeilhofer und Christian Kunz

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