Erste Absage im Olympia-Winter

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Arbeiter sammeln die Tore wieder ein: Das Wetter verhinderte die Abfahrt

Val d'Isère - Die Alpinen haben im Olympia-Winter ihre erste Absage hinnehmen müssen.

Wegen schlechter Sichtverhältnisse und starken Windes fiel am Samstag im französischen Val d'Isère die Abfahrt der Damen um Maria Riesch aus. “Leider war der Wind einfach zu stark, um ein sicheres Rennen zu gewährleisten“, sagte Sarah Lewis, Generalsekretärin des Internationalen Skiverbandes FIS. Über einen Ersatzort und -termin soll kommende Woche gesprochen werden.

Gerade vor dem Hintergrund der regen Sicherheits-Diskussion derzeit im alpinen Ski-Weltcup war den Verantwortlichen ein Rennstart zu risikoreich. “Gegen das Wetter sind wir einfach machtlos“, sagte auch die ehemalige Skirennfahrerin und aktuelle ZDF-Expertin Hilde Gerg.

Mehrfach war der Start der dritten Damen-Abfahrt des Winters verschoben worden, ehe sich die Verantwortlichen dann für eine Absage entschieden. “Im oberen Teil ist irrsinnig viel Wind“, schilderte Gerg schon vor der Jury-Entscheidung ihren Eindruck. “Am Gondel- Ausstieg ist fast Weltuntergangsstimmung.“ Helfer schaufelten zugewehte Zäune frei, letztlich vergeblich. Für diesen Sonntag war im WM-Ort dieses Jahres noch ein Super-G angesetzt.

Ärgerlich war die Absage vor allem für Ausnahme-Abfahrerin Lindsey Vonn (USA), die die O.K.-Piste bei La Daille vor Val d'Isère in den Trainings und am Freitag in der Abfahrt der Super-Kombination beherrscht hatte.

dpa

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