Erster Eishockey-Sieg gegen Finnland seit 1995

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Uwe Krupp war mit seinen Mannen siegreich gegen die Finnen.

Nordhorn - Das deutsche Eishockey-Nationalteam hat zwei Wochen vor dem WM-Beginn mit dem ersten Sieg gegen den Mitfavoriten Finnland seit 16 Jahren ein Ausrufezeichen gesetzt.

Das Team von Bundestrainer Uwe Krupp gewann am Freitag in Nordhorn ein Testspiel gegen die Finnen mit 4:2 (3:0, 1:1, 1:0), gegen die es zuletzt zehn Niederlage in Folge gegeben hatte. Der letzte Sieg gelang am 19. April 1995.

Im Gegensatz zum 2:4 am Vortag in Bremerhaven zeigte sich Deutschland vor allem in der Offensive entschlossener. Ingolstadts Christoph Gawlik (7. Minute), die Kölner Philip Gogulla (10.) und Christoph Ullmann (11.) sowie NHL-Profi Korbinian Holzer (21.) aus Toronto, der zusammen mit Clubkamerad Marcel Müller erstmals in der Vorbereitung zum Einsatz kam, erzielten die Tore.

Für Finnland trafen vor 2686 begeisterten Zuschauern nur Mikko Mäenpää (22.) und Jarkko Imonen (41). Das DEB-Team, bei dem Goalgetter Michael Wolf (Iserlohn) erneut geschont wurde, vergab sogar noch einen Penalty durch Gogulla (57.) Ein nahezu perfektes erstes deutsches Drittel legte den Grundstein für den 26. Sieg im 108. Spiel gegen die Skandinavier.

Trotz einiger Unsicherheiten von Dimitri Pätzold (Straubing), der im Tor anstatt Dennis Endras (Augsburg) eine Chance zur Bewährung erhielt, überstand das DEB-Team gleich drei Unterzahlsituationen und schlug im Angriff eiskalt zu. Ingolstadts Gawlik nutzte ein mustergültiges Zuspiel des Krefelders Daniel Pietta zur Führung. Gogulla mit einem satten Gewaltschuss und Ullmann (beide Köln) nach einer tollen Kombination auf Vorarbeit von Thomas Greilinger (Ingolstadt) sorgten bis zur ersten Drittelpause für Jubelstürme auf den Rängen.

Holzer erhöhte nach nur sechs Sekunden im Mittelabschnitt in Überzahl, ehe das erste finnische Tor von Mäenpää (Frölunda) den Angriffswirbel des deutschen Teams stoppte. Juuso Hietanen (41.) profitierte im Schlussdrittel von einem Patzer von Pätzold.

Von Montag an sollen die DEB-Cracks bei einem abschließenden Lehrgang in Köln den Feinschliff erhalten. Dann stoßen auch die Düsseldorfer Daniel Kreutzer und Patrick Reimer dazu. Eine Woche später steht gegen Weißrussland die Generalprobe an, ehe es am 29. April gegen Vize-Weltmeister Russland im ersten WM-Spiel ernst wird.

dpa

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