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Federica Brignone: Alle Infos zur Skirennläuferin aus Italien – Karriere und Erfolge

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Weltcup in Sestriere Federica Brignone
Federica Brignone aus Italien freut sich im Ziel © Alessandro Trovati / dpa

Federica Brignone verknüpft Gene, Talent und Fleiß zum Erfolg als Skirennläuferin. Interessante Infos ihrer Karriere und dem privaten Engagement für die Meere.

Garmisch-Partenkirchen – Mit der Goldmedaille in der Kombinationswertung bei der Junioren-Weltmeisterschaft 2009 nahm die sportliche Karriere der Skirennläuferin Federica Brignone Fahrt auf. Die Tochter der italienischen Ski-Legende Rosa Maria Quario trat in den kommenden Jahren in die Fußstapfen ihrer erfolgreichen Mutter und gehört auch 2021/2022 zum Olympiateam von Italien.

Federica Brignone: Lebenslauf einer geborenen Skirennläuferin

Die Sportlerin wurde am 14. Juli 1990 in Mailand geboren. Als Tochter der italienischen Skirennläuferin Rosa Maria Quario war ihr der Wintersport in die Wiege gelegt. Die Mutter hält noch heute die meisten italienischen Weltcup-Siege im Slalom inne. Auch der Vater Daniele Brignone war als Skilehrer der Piste eng verbunden. Ihr Bruder ist heute als einer ihrer Trainer aktiv. Im Alter von 18 Monaten begann sie zeitgleich mit dem Laufen und den ersten Schritten auf den Skiern. Als Federica Brignone sechs Jahre alt war, zog die Familie von Mailand nach La Salle im Aostatal in den italienischen Alpen. Ihr Start im Sport begann im Geräteturnen und Eiskunstlauf. Die Liebe zum Skifahren setzte sich bald durch. Der Ski Club im benachbarten Courmayeur ist seitdem ihr Heimatverein. Ab 2005 fuhr sie bei FIS-Rennen, 2006 folgte die erste Teilnahme am Europacup. Der internationale Durchbruch gelang dort 2008/2009 mit einem ersten Podestplatz und einem elften Platz in der Gesamtwertung.

Federica Brignone: Karriere und Erfolge in ihren Top-Disziplinen

Federica Brignone gehört zu den Top-Sportlerinnen einer Nation, die in den Schlagzeilen eigentlich nur den Fußball kennt. Sie genießt einen Sonderstatus und geht durchaus eigene (Trainings-)Wege: Sie bestimmt persönliche Trainingsmethoden und -Umgebungen wesentlich mit. Im Jahr 2021 verließ sie das Damen-Team und arbeitete mit den männlichen Kollegen der Abfahrt, nicht zuletzt, um weiterhin mit ihrem Bruder Davide trainieren zu können. Ihre Erfolge geben ihr Recht.

Diese Platzierungen und Medaillen gehören zu ihren größten Erfolgen:

Die Saison 2012/2013 war für die Skirennläuferin aufgrund einer Zyste am Sprunggelenk und einer damit verbundenen Operation komplett verloren.

Der erfolgreiche Winter 2019/2020 und der vorzeitige Abbruch aufgrund der Corona-Pandemie brachten ihr den Titel als erste italienische Gesamtsiegerin der Weltcup-Geschichte.

Federica Brignone: Ihre Skifahrer-Familie und das persönliche Engagement für das Lebenselement Wasser

Im Jahr 2009 wurden Mutter Rosa Maria – heute Reporterin – und Tochter Federica gemeinsam mit dem internationalen Preis „Emilio und Aldo De Martino“ geehrt. Er wird vergeben für Sportpersönlichkeiten, die bewusst Familienwerte und die Liebe für Sport und das Leben vertreten. In der wegen Corona abgebrochenen Saison pflegte sie die am Virus erkrankte Mama nach deren Krankenhausentlassung.

2021 erhielt Federica Brignone die Auszeichnung Skieur d’Or der AIJS (Association Internationale des Journalistes de Ski) als herausragendste Skirennläuferin der Saison 2019/2020. Das italienische Olympische Komitee würdigte im gleichen Jahr ihre besonderen Leistungen mit dem Collare d’Oro.

Mit ihrem eigenen Projekt „Traiettorie liquide“ und dem Maskottchen Blue, the Dolphin macht die Italienerin mit dem Spitznamen „Fede“ auf die zunehmende Verschmutzung der Weltmeere durch Plastikmüll aufmerksam. Bei den Dreharbeiten zu den Promotionsfilmen zeigt die tauch- und surf-begeisterte Skirennläuferin, dass nicht nur auf der Piste in ihrem Element ist. Daneben liebt sie Klettern, Golf und Tennis.

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