Trotz "Ganzkörperschmerzen"

Felix Neureuther fährt auf Platz fünf

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Felix Neureuther war mit dem fünften Platz zufrieden.

München/Zagreb - Felix Neureuther hatte „Ganzkörperschmerzen“, doch sein Lächeln war alles andere als gequält. Er ist mit seinem Start ins neue Jahr zufrieden.

Platz fünf beim ersten echten Slalom des WM-Jahres in Zagreb war für den 28 Jahre alten Partenkirchner mehr, als er zu hoffen gewagt hatte. „Vorgestern habe ich noch nicht einmal gewusst, ob ich überhaupt starten kann“, sagte Neureuther mit Blick auf einen Trainingssturz vom Freitag, der neben einer Erkältung für die Qualen verantwortlich zeichnete, „dafür lief es erstaunlich gut. Nach der Vorgeschichte ist das eine sehr, sehr gute Platzierung.“

0,22 Sekunden fehlten Neureuther nur, um wie bei seinem Triumph am Münchner Olympiaberg am Neujahrstag erneut auf dem Podium zu stehen. Deshalb ärgerte er sich „ein bisschen“, wie er zugab. Wegen des Sturzes in Gaal/Österreich und wegen der Schmerzen sei er „nicht volles Risiko, sondern mehr auf Sicherheit gegangen“, sagte er. Und er wollte unbedingt ankommen, schließlich will er in diesem Winter endlich den Slalom-Weltcup gewinnen. Dort aber baute sein Kumpel Marcel Hirscher die Führung mit seinem dritten Saisonsieg aus.

Hirscher (23) war in Gaal Augenzeuge des Sturzes von Neureuther gewesen. „Wow, hat“s den hingehauen„, sagte der Österreicher noch am Sonntag. Sein Trainingspartner landete auf dem Rücken, `und der tut mir ja eh schon weh“, sagte Neureuther angesichts seiner Probleme mit der Bandscheibe. Rang fünf beim längsten Slalom des Winters sei „unter diesem Umständen in Ordnung“.

5000 Euro Preisgeld erhielt Neureuther dafür, Hirscher sahnte die Siegprämie von 42.000 Euro ab. Fritz Dopfer (Garmisch) kam auf Rang elf. „Das war ordentlich, aber nicht das, was ich wollte. Ich kann und will viel mehr“, sagte er. Dominik Stehle aus Obermaiselstein und Stefan Luitz (Bolsterlang) belegten die Plätze 33 und 37.

Zahlreiche Läufer hatten bei Schmuddelwetter mit Regen und Nebel Probleme mit der „Schwarzen Piste“ 20 km nördlich der kroatischen Hauptstadt. Von 76 Startern im ersten Lauf kamen 31 nicht ins Ziel - eine Ausfallquote von über 40 Prozent. Im Finale erwischte es nur zwei weitere Läufer, der Führende Jens Byggmark (Schweden) aber fiel auf Rang 26 zurück. Hirscher setzte sich bei seinem 15. Weltcup-Sieg vor Andre Myhrer (Schweden/+0,57) und seinem Teamkollegen Mario Matt (+1,09) durch und übernahm Platz eins im Gesamtweltcup.

In der Slalom-Wertung hat Hirscher jetzt 79 Punkte Vorsprung auf Neureuther. „Es war irrsinnig schön zu fahren. Die Leute feiern eine Riesenparty“, sagte Hirscher über das stimmungsvolle Rennen vor rund 14.000 Fans am Bärenberg. Auch Neureuther lobte die Kulisse, fand's alles in allem aber „sehr, sehr anstregend. Vom Kopf her war es nach dem Sturz nicht so einfach, voll zu attackieren.“ Deshalb, ergänzte er mit einem Lächeln, das Erleichterung verriet, tue es gut, „jetzt wieder nach Hause zu kommen“.

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SID

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