TT Cup

Felix Neureuther gibt Rennsport-Debüt

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­Neureuther, Hirscher und Svindal duellieren sich in Spielberg-

Spielberg - Die DTM gastiert dieses Wochenende auf dem Red Bull Ring in Spielberg, für Furore in Österreich sorgen aber nicht die PS-Profis, sondern Ski-Ass Felix Neureuther.

­Neureuther, Hirscher und Svindal duellieren sich in Spielberg.

Der gibt im Audi Sport TT Cup sein Rennsportdebüt und trifft auf seinen Ski-Kollegen Marcel Hirscher und Aksel Lund Svindal. „Es wäre schon schön, schneller zu sein als der Aksel und der Marcel. Ich bin aber erst einmal zuvor in so einem Auto auf einer Rennstrecke gefahren. Deshalb muss man sich da rantasten“, sagt Neureuther – zumindest offiziell zurückhaltend.

„Der Felix wird es sicher übertreiben“, sagt hingegen Papa Christian Neureuther mit einem Augenzwinkern der tz. Was wenige wissen: mit Felix’ Einsatz schließt sich der Familienkreis. 1976 startete Christian auf VW-Einladung im

Scirocco-Cup am Hockenheimring. An seinen Auftritt im 110-PS-Boliden (Kosten 15 000 Mark) erinnert er sich gut. „Da wird der Felix nicht hinkommen, das schafft er nie“, so der 66-Jährige. Hoffentlich, denn Christian musste das Rennen wegen eines Unfalls vorzeitig in der dritten Runde beenden. „Sagen wir so, im Sportjahresrückblick war ich mit dem Crash des Jahres drin. Aber ich konnte nichts dafür, das war eine Massenkarambolage“, schwärmt Neureuther noch heute: „Ich war schnell, bin aber in zwei Autos hineingekracht, die sich vor mir verkeilt hatten. Von hinten ist ein weiteres Auto über mich drübergeflogen, ohne mich zu berühren.“ Der Adrenalinausstoß muss hoch gewesen sein, die Sache mit dem fliegenden Auto konnten Recherchen nicht in Gänze bestätigen, aber zur Legendenbildung reicht’s trotzdem.

Wenn für Felix am Wochenende die Ampel Grün zeigt, muss der 31-Jährige 310 Pferdestärken unter Kontrolle behalten. Mittels einer Push-to-Pass-Funktion lässt sich die Leistung des 1125 Kilogramm schweren Audi TT kurzzeitig um 30 PS steigern. Gut möglich, dass er die braucht, wenn er Slalom-Konkurrent Hirscher hinter sich lassen will. „Es wird sicherlich nicht auf Biegen und Brechen gekämpft“, so Neureuther, „aber der sportliche Ehrgeiz ist da, im Go Kart bin ich immer einer der härteren Fahrer.“

Auf die Leitplanken-Problematik in seinem Leben – Stichwort Olympiaanreise Sotschi – angesprochen, konterte der Slalom-Spezialist gelassen: „Ich hoffe, es werden keine in der Gegend rumstehen.“ Der aktuelle DTM-Zweite Mattias Ek­ström, der mit Neureuther ein Fahrtrainig absolvierte, erwartet ihn zumindest „nicht im hinteren Teil des Feldes“. Er selbst kämpft mit Audi-Markenkollege Jamie Green um die Führung in der Gesamtwertung. Vielleicht sorgt auch dieser Fight für Furore.

Mathias Müller

Nicht mal Stuck konnte helfen

„Schau mal, Striezel, ich setz’ dir den Helm auf“ – die Tipps von ­Rennsportlegende Hans-Joachim Stuck (l.) nutzten Christian ­Neureuther (r.) 1976 letztlich wenig, er kollidierte bereits in der dritten Runde mit Jörg Plankenhorn und Friedhelm Kissel. Dabei hatte er durchaus Talent, bei den Trainingszeiten lag er nur etwa zwei Sekunden hinter der Spitze.

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