Er spricht über Ziele, Konkurrenz und sein Buch

Neureuther im Interview: „Länger zu fahren, wäre ein Traum“

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Felix Neureuther mit seinem Kinderbuch „Auf die Piste – fertig – los!“.

Mit der tz hat Felix Neureuther vor dem Saisonauftakt über das neue Material, das Dauerduell mit Marcel Hirscher und Olympia 2022 gesprochen.

Neu-Papa von Töchterchen Matilda, Charity-Gala-Veranstalter und Buchautor (Auf die Piste – fertig – los!) – Felix Neureuther hatte viel zu tun in den vergangenen Wochen und Monaten. Zumal er sich nebenbei auf den Ski-Saisonstart am Sonntag in Sölden (10 und 13 Uhr) vorbereiten musste. Mit der tz hat der 33-Jährige über das neue Material, das Dauerduell mit seinem österreichischen Lieblingskonkurrenten Marcel Hirscher und Olympia 2022 gesprochen.

Herr Neureuther, Sie haben ein Kinderbuch herausgebracht…

Felix Neureuther: … und ich bin sehr happy mit dem Ergebnis, mein Neffe Oscar liest es schon und ich bin froh, dass Basti (Schweinsteiger) und Marcel (Hirscher) sofort ihre Zustimmung zu diesem Projekt gegeben haben. Ich will mit diesem Buch Werte vermitteln, die mir sehr wichtig sind. Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Respekt für den anderen gehen in der heutigen Zeit immer öfter verloren, für mich sind das aber wesentliche Bestandteile des Lebens. Zudem ist es nicht mehr selbstverständlich, dass Kinder rausgehen, Sport treiben und Spaß an der Natur haben, auch das will ich fördern.

Im Buch gewinnt Hirsch Marcello alias Hirscher das erste Rennen. In der Realität kämpft er nach einem Knöchelbruch um die Rückkehr und ließ jüngst verlauten, dass ihm die Riesenslalom-Radiusverkürzung von 35 auf 30 Metern wegen seiner geringen Anzahl an Trainingstagen Probleme bereiten könnte.

Neureuther: Ich habe relativ lange gebraucht, um das Material zu optimieren. Am Skifahren selbst hat sich nichts geändert, aber die Herausforderung besteht darin, das richtige Set-up aus Ski, Schuhe und Bindung zu finden. Die Radiusveränderung hört sich nicht so dramatisch an, aber für uns ist dadurch alles anders, das braucht Zeit. Um Marcel mache ich mir aber keine Sorgen. Seine Skifirma hat ja noch ein paar andere Fahrer unter Vertrag, die testen konnten. Ich denke, das geht relativ schnell bei ihm, zumal er einfach eine sehr hohe skifahrerische Qualität hat.

Sie selbst gehen verletzungsfrei wie nie in die Olympiasaison.

Neureuther: Ich bin viel auf Skiern gestanden und konnte vier Wochen in Neuseeland trainieren, das war in den vergangenen Jahren selten der Fall. Das ist alles sehr positiv, aber das bedeutet nicht, dass die Saison deswegen wahnsinnig gut laufen wird.

Immerhin hat es Sie dazu veranlasst, nun doch noch die Olympischen Spiele 2022 ins Visier zu nehmen.

Neureuther: Schauen wir mal. Ich bin in einem Alter, in dem ich nicht weiß, wie sich der Körper entwickelt und ob ich noch konkurrenzfähig bin. Noch länger Ski zu fahren, wäre ein Traum, aber ich schaue mir das von Jahr zu Jahr an.

Interview: Mathias Müller

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