Was macht der Rücken?

Neureuther im tz-Interview: "Probleme sind Teil von mir"

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Felix Neureuther.

Are - Felix Neureuther belegte in Are einen eindrucksvollen zweiten Platz - trotz Rückenbeschwerden ist er auch in diesem Winter ein Siegfahrer. Die tz sprach mit ihm.

Ein Zehntel fehlte zum zehnten Weltcup-Sieg – trotzdem verließ Felix Neureuther das schwedische Are mit einem guten Gefühl – schließlich hatte der 30-Jährige mit Platz zwei im Slalom eindrucksvoll bewiesen, dass er trotz Rückenbeschwerden auch in diesem Winter ein Siegfahrer ist. Die tz sprach mit ihm.

Herr Neureuther, wie war das Gefühl in Are?

Felix Neureuther: Ganz gut, ich war echt zufrieden mit der Fahrt. Vor allem natürlich mit dem ersten Durchgang, im zweiten war ich dann nicht mehr so locker. Man merkt natürlich noch den Trainingsrückstand, außerdem waren auch schon Spuren im Lauf drin. Insofern war das Ergebnis super, das spornt mich an.

Obwohl sie wegen Ihrer Rückenprobleme nicht bei 100 Prozent sein können…

Neureuther: Ich war am Start, also ist der Rücken kein Thema – da gibt’s kein Hin und Her. Aber natürlich ist das nicht immer so einfach. Die Probleme sind ein Teil von mir geworden, auch vom Training her, aber das gelingt mir gut, ich bin fokussiert.

Das Ergebnis im Slalom muss Sie ja aufbauen, gerade nach dem Aus zuvor im Riesenslalom ...

Neureuther: Der Riesenslalom war ein leichter Rückschritt, aber wir haben das schnell in den Griff bekommen. Trotzdem sehe ich es realistisch: Das war nicht der schwierigste Hang in diesem Winter, Are und Levi sind mir entgegengekommen. Wenn’s schwieriger wird und unruhiger, muss ich schauen, wie es geht. Das Ergebnis zeigt, dass der Speed passt, auch wenn noch Arbeit auf mich wartet. Ich hoffe, dass ich bis Januar bei 100 Prozent bin.

Wie sieht Ihr Training derzeit aus?

Neureuther: Vor allem das Krafttraining haben wir umstellen müssen. Ich mache jetzt in erster Linie Übungen für den Rumpf. Und die ­Mega-Gewichte gehen natürlich auch nicht mehr.

Wie hat sich Ihr Tagesablauf bei Rennen verändert?

Neureuther: Der ganze Tagesablauf ist viel aufwendiger, das fängt schon nach dem Aufstehen an. Auch für die Vor- und Nachbereitung der Läufe brauche ich mehr Zeit. Das ist der Aufwand und die Energie, die ich aufbringen muss.

Weihnachten steht vor der Tür, wie verbringen Sie die Festtage?

Neureuther: Ganz ruhig mit der Familie. Wir haben am Montag noch das Nachtrennen in Madonna, deshalb werde ich spät nach Hause kommen. Und am 26. ist dann schon wieder Training.

Ihr Eltern sind Ski-Legenden, Ihre Freundin Miriam Gössner Biathletin, wird über Weihnachten bei Ihnen auch mal über etwas anderes als Wintersport gesprochen?

Neureuther: Tatsächlich reden wir gar nicht so viel über Sport, auch mit Miri nicht. Es gibt wichtigere Dinge, über die man reden kann.

Interview: Bernd Brudermanns

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