Keine leichte Entscheidung

Felix Neureuther vor Parallelslalom: „Alles ist offen“

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Felix Neureuther.

St. Moritz - Am Dienstag kämpft Deutschland im Teamwettbewerb, der im Parallelslalom ausgetragen wird, um die erste WM-Medaille. Alpinchef und Trainer müssen sich zwischen Felix Neureuther, Stefan Luitz und Linus Straßer entscheiden.

Diese Entscheidung wird keine leichte sein! Am Dienstag kämpft Deutschland im Teamwettbewerb, der im Parallelslalom ausgetragen wird, um die erste WM-Medaille. Je zwei Frauen und zwei Männer treten an, ein dritter Athlet kann als Ersatz nominiert werden. Während bei den Damen Lena Dürr (25) aus Germering als gesetzt gilt und Christina Geiger (27) als zweitstärkste DSV-Kraft in diesem Winter gute Chancen hat, gibt es bei den Herren drei Hochkaräter für nur zwei Startplätze.

Alpinchef Wolfgang Maier und Herrencheftrainer Mathias Berthold müssen sich zwischen Felix Neureuther (32), dem formstarken Stefan Luitz (24) und Stockholm-Parallelslalom-Sieger Linus Straßer (24) entscheiden. „Mir macht der Wettbewerb immer Spaß und ich freue mich, dass wir eine gute Mannschaft am Start haben werden. Die Trainer stellen auf, aber es gibt ja drei Plätze, es ist alles offen“, sagt Felix der tz. Theoretisch könnte die Aufstellung von Runde zu Runde neu zusammengestellt werden. Straßer hält davon nichts, der Münchner erklärt der tz: „Für mich macht das keinen Sinn. Man sollte die Entscheidung durchziehen, wie auch immer sie ausfällt, der Ersatzfahrer hat das zu akzeptieren. Das gilt auch fürs Ergebnis, wir gewinnen und wir verlieren zusammen.“

Bei der WM 2003 in St. Moritz gab es noch keinen Teamwettbewerb. 2005 wurde Deutschland bei noch anderem Austragungsmodus auf Anhieb Weltmeister. Felix Neureuther war dabei, wie bei bisher jedem WM-Teamevent. Gestern traf der Partenkirchner in St. Moritz ein, was er leisten kann, weiß er selbst nicht so genau. „Ich wollte die Lücke zu Marcel (Hirscher, d. Red.) und Henrik (Kristoffersen) kleiner werden lassen, das habe ich bisher nicht hingebracht. Aber das mit meinen 32 Jahren noch einmal zu schaffen, genau das motiviert mich.“ Was dazu fehlt? „Der kleine Aha-Effekt“, so Neureuther. „Aber das ist vergleichbar mit der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Es kann eine Kleinigkeit sein, dann funktioniert es und dann habe ich wieder 100 Prozent Selbstvertrauen. Dann komme ich wieder in den Idealzustand und verkrampfe nicht, weil ich an zu viele kleine Dinge denke.“

Am Sonntag hat Mitfavorit Beat Feuz aus der Schweiz dem Druck standgehalten und Gold in der Abfahrt gewonnen.

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